GEZ-Inspirationskurs: 3.1. Warum nicht mit Recht & Gesetz argumentieren?

Ein Teil der Antwort auf diese Frage mag Dir schon klar geworden sein:

 

Weil sich in diesem „Möchtegernrechtsstaat“ niemand für Recht und Gesetz interessiert!

 

Ok, diese Aussage mag durchaus sehr provozierend wirken.

Und vielleicht ist sie auch sehr pauschalisierend und überspitzt formuliert.

Aber ich kann mich nur wiederholen:

a) Warum sollte ein korrupter Staat zugeben, daß er korrupt ist?

Und b) wann würde ein korrupter Staat zugeben, daß er korrupt ist?

 

Doch wie gesagt…

Dies ist nur ein Teil der Antwort.

Der zweite Teil der Antwort beschäftigt sich mit einem Ausflug in den Alltag von Verkäufern und Marketingspezialisten.

 

Denn jene Menschen können ihre Argumente so gut „verkaufen“, daß sie einen Abnehmer finden.

Sie achten auf die Dosierung und sie achten vor allem darauf, was und wie sie es sagen.

Diese Menschen haben also eine Fähigkeit entwickelt ihre Gesprächspartner von einem ganz bestimmten Handeln zu überzeugen und sie zum abschließenden Kauf zu bewegen.

Ihre Argumente sind also so geschickt gewählt, daß sie „abgekauft“ werden.

Was also machen jene, die sich bei der GEZ auf Recht und Gesetz eingeschossen haben, verkehrt? 

 

Das größte Problem derjenigen, die sich in die Tiefen des deutschen Rechtes eingegraben haben, ist, daß sie glauben mit (rechtlichen) Fakten ihrem Ziel näher zu kommen.

D.h. es wird versucht den Gegenüber mit rationalen Argumenten zu überzeugen – ganz gleich wie greifbar dies dem Gegenüber auch erscheinen mag.

 

Wer sich jedoch wie so mancher Vertriebsprofi näher mit Kaufverhalten auseinandersetzt, dem ist klar, daß es die emotionalen und nicht die rationalen Gründe sind, warum wir etwas kaufen oder nicht kaufen.

Somit wäre es angebracht darüber nachzudenken, ob es wirklich Sinn macht weiterhin „rationale GEZ-Gesetze“ anstatt von „emotionalen Gemeinsamkeiten“ bei Gesprächen mit Gerichtsvollzieher & Co ins Feld zu führen.

 

Deshalb möchte ich auch betonen, daß bei jenen Gesprächen, in welchen die „rationalen GEZ-Gesetze“ das argumentative Fundament bilden, der Fokus – wenn auch unbewußt – auf das gelegt wird, was trennt.

Das heißt, es wird eine Konfrontation geschaffen!

 

Es ist dann am Ende auch kaum verwunderlich, wenn sich so mancher Gerichtsvollzieher irgendwann auf die Hinterbeine stellt und sich der Konflikt zwischen den Gesprächsparteien immer weiter hochschaukelt.

 

Frage:

Ist es für einen Verkäufer leichter einen potentiellen Kunden zum Kauf zu bewegen, wenn man zuvor alles dafür getan hat, um unsympathisch zu wirken?

 

Beobachtung:

Es gibt keine guten Autoverkäufer, die einem potentiellen Kunden dadurch ein Auto verkaufen, weil sie ihm sagen, daß jenes Fahrzeug zum Beispiel 267 PS und elektrische Fensterheber hat.

Diese Fakten und rationalen Argumente sind zweitrangig. 

Nein, um den Kunden emotional auf das Fahrzeug einzustimmen, wird ihm der Autoschlüssel ausgehändigt, so daß er zum Auto eine emotionale Beziehung aufbauen kann.

Die Fakten um Hubraum, Ledersitze oder elektrische Fensterheber sind dann nur noch hübsches Beiwerk!

 

Fazit:

Wer rechtlich zu argumentieren versucht, macht 2 Fehler:

 

a) er beginnt die Kommunikation mit dem Gerichtsvollzieher nicht mit den „emotionalen Kaufargumenten“ sondern mit den rationalen Gründen

genau falsch herum!

b) in so mancher rechtlichen Argumentationskette haben selbst am Ende die emotionalen Gemeinsamkeiten kaum noch Platz, weil die Differenzen zuvor zu sehr herausgestellt wurden

Gemeinsamkeiten werden nicht mehr wahrgenommen!

(vgl. auch Wie Du das Gespräch mit dem GEZ-Gerichtsvollzieher nicht aufbauen solltest)

 

P.S.: Den gesamten GEZ-Inspirationskurs findest Du HIER.

Gesamt

Martin Matzat

Ich zeige über verschiedenste Geldaspekte die Mißstände in unserer Außenwelt auf, um im Anschluß den Irrtum an und in uns selbst sichtbarer zu machen.

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