26. April 2021

Wie entsteht Ideologie?

0  Kommentare

Er weiß es nicht.
Er hat keine Ahnung.
Genauso wie viele andere.

Richard David Precht ist das wohl bekannteste wahrnehmbare Phänomen deutscher Gegenwartsphilosophen, die bis heute die Frage nach einer wahren Erkenntnistheorie noch nicht geklärt haben.
Es ist daher nicht weiter verwunderlich, daß auch ein Richard David Precht die vorherrschenden Narrative um die angebliche Corona-Pandemie oder den vermeintlichen Klimawandel hofiert und als dessen Multiplikator und Influencer seinen Mitmenschen eine Ideologie überzustülpen versucht.
Aktuelles Beispiel: Sein neues Buch Von der Pflicht, was er vor einigen Wochen natürlich auch im ZDF bei Markus Lanz („ein tolles Buch“) durch seine Anwesenheit bewerben durfte und dabei ordentlich gegen vermeintliche „radikale Minderheiten“ austeilte.
Ebenso, um das Handeln der BRD im Allgemeinen zu rechtfertigen.

Bildschirmfoto vom 14.04.2021

Woran eine Ideologie erkannt werden kann

Eine Ideologie agiert vorzugsweise mit der Moral und stellt diese als Wahrheit hin:
„Wir sind die Guten – die Corona- und die Klimaleugner sind die Bösen!“

Früher oder später wird jede Ideologie ihr diktatorisches und tyrannisches Gesicht zeigen müssen, sofern sie nicht zuvor erkennt, daß sie in Bezug auf die Wirklichkeit einem Irrtum folgt.

„Wenn ein ehrlicher Mensch erkennt, daß er irrt, wird er sich entweder seines Irrtums oder seiner Ehrlichkeit entledigen.“
Unbekannt

Oft kann beobachtet werden, daß es einer Ideologie um die Rechtfertigung eigener Vorstellungswelten geht, welche schließlich die Durchsetzung eigener Machtinteressen legitimieren soll.
Es gibt kein Einlenken, kein aufrichtiges Streben nach Wahrheit.
Die Wahrheit ist schließlich der größte Feind einer jeden Diktatur.

Gerade sie muß von der Diktatur konsequent unterdrückt werden, damit die Diktatur nicht ihre Daseinsberechtigung und den Rückhalt in der Bevölkerung verliert.
Die Ideologie der Diktatur muß des eigenen Selbsterhalts willen verhindern, daß das von ihr vorgegebene und vorherrschende Narrativ hinterfragt wird.
Denn dieses Narrativ übt auf die noch autoritätshörigen Menschen eine normative Kontrolle aus.
Eine normative Kontrolle, die den Menschen bislang erfolgreich eine Ersatzidentität überstülpen konnte.

Es ist das Ende einer Diktatur, wenn die Menschen erkennen, daß sie den falschen Propheten und einer Lebenslüge gefolgt sind.

Falls eine Staatsführung oder Sekte keiner Ideologie anhinge …

Sofern es einer Staatsführung tatsächlich um Wahrheit ginge, dann würde sie sich der wissenschaftlichen Kritik am eigenen Narrativ stellen.
Denn was hätte eine wahrhaftige Staatsführung gegenüber ihren Kritikern schon zu befürchten, wenn sie doch der Wahrheit folgt?
Gar nichts!

In Bezug auf das Corona-Theater könnte man reinen Gewissens einen öffentlichen Austausch von Argumenten fördern.
Der Bürger sollte hautnah das geistige Ringen der (vermeintlich) hellsten Köpfe mitverfolgen können:
Drosten gegen Bhakdi und Wieler gegen Wodarg um nur einige Namen als Beispiele zu nennen.

Eine solche Auseinandersetzung findet allerdings nicht statt, weil Bhakdi, Wodarg und andere Menschen das Corona-Narrativ vor den Augen der noch autoritätshörigen Menschen zerpflücken würden.
Ein gleiches geistiges und öffentliches Ringen wird offensichtlich auch in Bezug auf den angeblichen Klimawandel und vieler weiterer Themen vermieden.

Wie gesagt:
Die Wahrheit ist der größte Feind einer jeden Diktatur – ganz egal, ob es sich um die Diktatur einer Staatsführung oder eines Sektengurus handelt.

Die gegenwärtige Rolle Richard David Prechts

Zurück zu Richard David Precht.
Mit seinem Scharfsinn und seiner Wortgewandtheit ist er wohl einer der besten Multiplikatoren und Influencer, um intellektuelle aber dennoch autoritätshörige Menschen am Narrativ der vorherrschenden Ideologie zu binden.

Daß er nicht den öffentlichen wissenschaftlichen Diskurs fordert, um die Wahrheit gegenüber den Erzählungen zu einer Corona-Pandemie oder einem Klimawandel herauszufinden, ist symptomatisch für sein Scheitern ein wahrhaftiger Philosoph sein zu wollen.
Als „das (dargestellte?!) Aushängeschild deutscher Gegenwartsphilosophie“ glaubt er sich als Moralapostel hervortun zu können, ohne auch nur einen tieferen Sinn für die Wahrheit entwickeln zu müssen.

Die deutsche Philosophie lehrt ihren Studenten zwar die unterschiedlichsten erkenntnistheoretischen Ansätze, fragt aber nicht, welche Erkenntnistheorie wahr ist.
Es gibt deshalb scheinbar keine Erkenntniswissenschaft, die auf das wirkliche Leben angewandt werden kann.
Die deutsche Philosophie (griech. φιλοσοφία, lat. philosóphia, wörtlich „Liebe zur Weisheit“) kann keine Erkenntniswissenschaft an weitere Wissenschaften und Bevölkerung herantragen, die wahr ist und sich tatsächlich auf die Wirklichkeit bezieht.

Und so müssen wir bei den deutschen Philosophen der Gegenwart eine gewisse Beliebigkeit feststellen, die mit Wahrheitssuche und einer Liebe zur Weisheit nicht sonderlich viel am Hut hat.

Die Philosophen der Gegenwart verstecken sich lieber.
Sie verstecken sich hinter anderen Masken, hinter anderen wohlklingenden Etiketten.
Sie verstecken sich hinter für sie sympathische Philosophen der Vergangenheit:
„Kant sagt …“
„Descartes hat gesagt …“

Die Philosophen eiern rum, um keine brauchbaren Antworten für die Fragen der Gegenwart liefern zu müssen.

Sie stochern im Nebel, sind betriebsblind, geben bei völliger Ahnungslosigkeit aber vor, intellektuell herumdünken zu können.
So ähnlich wie Politiker – nur auf etwas anderem Gebiet in diesem Spiel von Teile und Herrsche.
Richard David Precht ist das philosophische Paradebeispiel“ einer in ihrer Ideologie sich selbst rechtfertigenden „BRD-Sekte“.

Wo und wann beginnt das Hamsterrad der Ideologien?

Verknüpfung zum Telegram-Beitrag mit Video https://t.me/martinmatzatoeffentlich/144

Auf die Gründung des Deutschen Reichs, folgten die Weimarer Republik, das dritte Reich, die DDR und nun die noch verbliebene politische Ideologie der „BRD-Sekte“.
Als Neo vor dem Architekten der Matrix stand, wurde ihm offenbart, daß die gegenwärtige Matrix bereits die sechste Version sei.
Die „Ossis“ hätten demnach noch eine weitere Runde im Hamsterrad der Ideologien zu drehen, die „Wessis“ sogar noch eine zweite.

„Exstirpation des deutschen Geistes zugunsten des deutschen Reiches.“
(Friedrich Nietzsche)

Obwohl viele das Buch „Die Welle“ kennen, erleben wir eine Corona-Dauerwelle und somit eine Wiederholung der dritten-Reich-Ideologie.
Wir stellen fest, daß auf eine Ideologie stets eine nächste folgt.
Wir stellen fest, daß eine Ideologie die andere bekämpft.
Weltbilder prallen aufeinander und Menschen sind miteinander in Konflikt, weil jeder seine Vorstellung von der Wirklichkeit über einen moralischen Fokus durchzusetzen versucht.

Niemand aber fragt nach der erkenntnistheoretischen Grundlage all dieser Weltbilder.
Niemand fragt nach den grundlegenden Glaubenssätzen und den Axiomen dieser Weltbilder.
Niemand fragt, ob diese grundlegenden Glaubenssätze, auf welchen wir unsere Weltbilder und Moralvorstellungen aufbauen, wahr sind.

Die Frage nach einer wahren Erkenntnistheorie ist die wichtigste Frage der Gegenwart.
Das Dilemma ist jedoch, daß niemand diese Frage stellt.

Was geschehen wird, wenn wir die Wurzel aller Ideologien nicht anzufassen wagen

Es ist immer ein Leichtes, den bekannten Splitter im Auge des anderen zu sehen und ihn dafür zu kritisieren.
Sich allerdings zu fragen, wo sich im eigenen Auge der berühmte Balken befindet, das macht den wahrhaftigen Ideologiekritiker aus.
Falls der Ideologiekritiker keine wahre erkenntnistheoretische Grundlage für sein Weltbild benennen kann, ist es bereits um seine Wahrhaftigkeit geschehen.
Dann ist er bereits ein ideologischer Ideologiekritiker – auch wenn er in so manchen Fällen recht haben mag.

Sobald die Ideologie der BRD fällt, werden sich von neuem Gesellschaftsstrukturen bilden.
Die Frage ist nur auf welcher erkenntnistheoretischen Grundlage das sein wird.
Denn sofern in unserer Kultur noch weiterhin ideologische Erkenntnistheorien wie die eines Immanuel Kants von allerlei Richard David Prechts gepflegt werden, brauchen wir uns nicht zu wundern, daß wir uns gesellschaftlich in einer weiteren Ideologie wiederfinden werden.

Es wird weitere Massentraumatisierungen geben.
Vielleicht nicht unbedingt durch Gewehre und Bombenhagel oder Maske und andere Corona-Maßnahmen.
Doch an Kreativität mangelt es den meisten Ideologien am allerwenigsten.

Umweltschützer argumentieren gerne, daß diese Erde von nachfolgenden Generationen nur geliehen sei.
Wenn wir in der Gegenwart keine Verantwortung übernehmen, werden nachfolgende Generationen die Zeche dafür zahlen dürfen.

Gleiches gilt in der Auseinandersetzung mit Ideologien:
Wenn wir uns darum winden, die Wurzel aller Ideologien auch nur anzufassen, dann wird sich die nächste Generation ebenfalls mit einer Diktatur herumschlagen dürfen – ganz unabhängig vom nächsten öffentlichen Auftritt des Narrativ- und Ideologie-Multiplikators Richard David Precht …

Physisch erwachsen, das werden wir scheinbar von ganz allein.
Geistig hingegen – das müssen wir wirklich wollen!

Dies ist ein Artikel aus der Artikelserie: Das Hamsterrad der Ideologien

Martin Matzat

Martin Matzat ist Philosoph, Blogger und Autor sowie Erkenntnis- und Ideologieforscher. Der Dipl. Wirtschaftsingenieur, den die Lösung der sozialen Frage umtreibt, ist bis zur erkenntnistheoretischen Grundlage unserer Weltbilder vorgedrungen und sieht darin die Ursache gegenwärtiger und sich zukünftig wiederholender Ideologien.


Artikel, die Dich ebenfalls interessieren könnten ...

Die gemeinsame Traumakonstellation von „Schlafschafen“, „Verschwörungstheoretikern“ und „Persönlichkeitsentwicklungsjunkies“

Die gemeinsame Traumakonstellation von „Schlafschafen“, „Verschwörungstheoretikern“ und „Persönlichkeitsentwicklungsjunkies“
{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Anmeldung

Matrjoschka-Matrix-Rundbrief

Melde Dich an und beginne

  • das sich wiederholende Prinzip der Matrix zu verstehen,
  • um geistig souverän zu werden
  • und Manipulationen jeglicher Art frühzeitig zu erkennen.
>