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Gesundheitskasse vs. Krankenkasse: Welcher Begriff ist treffender? – Offene Briefe an die BKK Wirtschaft und Finanzen

 

Sehr geehrte Mitarbeiter der BKK Wirtschaft und Finanzen,

wie Sie sicherlich wissen, nennen sich Ihre Wettbewerber von der AOK tatsächlich Gesundheitskasse. Das war jedoch nicht immer so. Im März 1988 wurde mit einer breit angelegten Werbekampagne dieses „neue Gesicht“ der Öffentlichkeit präsentiert. Es ging – wie bei Werbekampagnen nun mal so oft üblich – darum in die „Köpfe“ anderer Menschen vorzudringen. Die AOK wollte ein neues Image. Ein Image, bei welchem der Fokus nunmehr auf „Gesundheitsvorsorge“ liegen würde – deshalb Gesundheitskasse.


Wie der Begriff Krankenkasse vermuten läßt, konzentrieren sich die Krankenkassen mehr auf Krankheiten als auf die Gesundheit. Nun mag es sowohl von Ihrer Seite als auch von Seiten Ihrer Wettbewerber Einsprüche geben. Sie hätten sehr wohl ein Interesse daran, daß Menschen gesund sind und deswegen wäre die Begriffsdifferenzierung zwischen Kranken- und Gesundheitskasse nur überflüssige Kaffeesatzleserei …!

Hmm … wirklich?

 

Also es gibt da schon gravierende Unterschiede, ob man zu etwas hin oder von etwas weg möchte.

Machen wir uns doch nichts vor. Wenn jemand beispielsweise Kopfschmerzen hat und dann eine Kopfschmerztablette nimmt, dann will er von den Kopfschmerzen weg. Das Symptom – der Kopfschmerz – soll behandelt werden und verschwinden. Es wird nicht gefragt, woher dieser Kopfschmerz kommt. Die Ursache für die Kopfschmerzen interessiert viele Menschen nur peripher, weil zunächst nur der Schmerz bzw. das Krankheitsgefühl verschwinden soll. Doch wenn es dem Menschen wirklich um Gesundheit geht, dann muß er auch ein tieferes Verständnis für die Ursache des Symptoms gewinnen. Es macht keinen Sinn von einem Gesundheitsfokus zu sprechen, wenn ein Mensch unbewußt lebt und begangene Fehler immer wieder macht, so daß Krankheit immer wieder zu seinem Lebensalltag gehört. Da sind wir uns doch einig, oder?

Der Mensch kommt deshalb nur über die Ursachenforschung zur Gesundheit. Es muß den Menschen zur Ursache seines Leids und seiner Schmerzen hinziehen – ansonsten kann der Fokus niemals Gesundheit sondern immer nur Krankheit heißen.

Wie tickt da die Mehrheit ihrer Beitragszahler?

Wie ticken Sie selbst?

 

Jetzt mag es sein, daß Sie und Ihre Wettbewerber immer noch behaupten den Fokus eher auf Gesundheit denn auf Krankheit zu haben. Das würde beispielsweise das BKK Wirtschaft und Finanzen Bonusprogramm für Erwachsene belegen: Wer als Beitragszahler seine physische Gesundheit nachweisen kann bzw. wer nachweisen kann sich um die Gesundheit durch körperliche Aktivitäten zu bemühen, der bekommt 100 Euro.

Ganz ehrlich. Wenn ich einen Blick auf dieses Bonusprogramm werfe, dann interpretiere ich daraus, daß Ihr Gesundheitsfokus nur sehr oberflächlich vorhanden sein kann. Das geht wirklich noch tiefer.

Ist der Mensch denn wirklich lediglich eine biologisch funktionierende Maschine?

Oder zeichnet sich der Mensch durch die Trinität von Körper, Geist und Seele aus?

An welcher Stelle greift Ihr Gesundheitsfokus die geistigen und seelischen Aspekte des Menschseins auf?

Im weiteren Verlauf dieser offenen Briefe werde ich hierauf nochmal gezielter eingehen …

Die Frage, ob womöglich eher die Krankheit als die Gesundheit im Fokus der Krankenkassen steht bzw. stehen sollte, wird allerdings nicht erst seit der AOK-Imagekampagne bewegt. Schon in den späten 70ern tauchten diese Gedanken auf: Krankenkassen ginge es eher um das Heilen von Krankheiten als um das Bewahren der Gesundheit.

Falls Sie jene Gedanken nun mit Ihrem Bonusprogramm vergleichen, werden Sie Parallelen erkennen können. Die erste Parallele ist, daß Sie die Idee der Rückzahlungen für gesunde Menschen in ihrem Bonusprogramm versucht haben aufzugreifen. Das sind 40 Jahre zwischen Idee und Verwirklichung …

Die zweite Parallele zeigt sich in dem körperlich-physischen Gesundheitsfokus, welches ein Indiz dafür sein kann – nicht muß! -, daß ein Gesundheitsverständnis lediglich oberflächlich vorhanden ist.

 

Diese Oberflächlichkeit im Gesundheitsverständnis möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht verteufeln. Auf gar keinen Fall! Denn wer an einer bestimmten Stelle ein Loch graben möchte, weil er glaubt dort in der Tiefe etwas Wertvolles vorzufinden, der muß sich ja zumindest schon einmal zu jener Stelle bewegt haben, wo dieses Loch nun mal gegraben werden muß. Die Schritte zur Oberfläche müssen gegangen werden.

Doch nun können wir alle – sofern wir denn bereit sind für diesen Schatz auch ein wenig zu arbeiten und zu schwitzen – einfach den Spaten in die Hand nehmen und graben, um unser oberflächliches Verständnis von Gesundheit aufzubrechen. Graben, um noch weiter in die Tiefe zu gehen, weil es uns zur Gesundheit hinzieht.

 

Solch ein Imagewechsel, wie ihn die AOK vollzog, ist – nüchtern betrachtet – erstmal nichts anderes als die Verkleidung eines Produktes in einem neuen Geschenkpapier. Also eine Oberflächenbehandlung im Außen.

Würden Sie sagen, daß Ihre Wettbewerber der AOK sowohl äußerlich als auch innerlich den Fokuswechsel von der Krankheit zur Gesundheit geschafft haben?

Äußerlich steht da nun „AOK – Die Gesundheitskasse“.

Allgemeine Ortskrankenkasse – Die Gesundheitskasse …

Schon interessant, wie ein solcher Imagewechsel allein im Außen schon eine gewisse Schizophrenie offensichtlich werden läßt, nicht wahr?

Wußten Sie, daß der Schizophrenie-Begriff „gespaltene Seele“ bedeutet?

 

Gesundheitskasse oder Krankenkasse.

Wie kann eine Krankenkasse glaubhaft machen innerlich einen Gesundheitsfokus zu haben, wenn sich äußerlich doch eher das Kranke zeigt?

 

Mit freundlichen Grüßen

Martin Matzat

 

P.S.: Sie haben jederzeit die Möglichkeit mit mir ein Gespräch zu führen, welches wir im Sinne der Transparenz mittels Internet schließlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

 

Dies ist der dritte offene Brief an die BKK Wirtschaft und Finanzen. Alle weiteren offenen Briefe wirst Du hier finden.

 

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Martin Matzat

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