01. November 2021

Die gemeinsame Traumakonstellation von „Schlafschafen“, „Verschwörungstheoretikern“ und „Persönlichkeitsentwicklungsjunkies“

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Der Wahnsinn wird noch eine Weile fortgesetzt.
Darauf gebe ich Dir Brief und Siegel.

Ich möchte Dir mal eine Frage stellen:
Kann es sein, daß die Opposition zu diesem global-politischen Wahnsinn – also die vermeintlich „Aufgewachten“ – die falschen Führer hat?

Ich schiebe gleich eine weitere Frage hinterher:
Warum sind die großen Aufklärungskanäle so groß, wenngleich das einzige, was sie mehr oder minder vollbringen eine Beschwerde gegenüber dem IST-Zustand der Gesellschaft ist, aber dahinter erkennbar ist, daß sie keinen wirklichen Plan haben, wie sich dieser IST-Zustand nachhaltig verändern ließe?

Sie wissen nur, was sie nicht wollen.
Nicht aber, was sie in ihrem wahren ICH wirklich wollen, weil auch sie wie die sogenannten „Schlafschafe“ nur eine Vorstellung von sich selbst leben.

Sie suchen noch – und ihre Gefolgschaft mit ihnen.
Deshalb haben zumindest sie sich gefunden.

… 🤔

Oder guck Dir die Persönlichkeitsentwicklungsindustrie an:
Der Persönlichkeitsentwicklungsguru baut gerne materielle Luftschlösser wie beispielsweise das von „finanzieller Freiheit“.
Aber niemand aus seiner Gefolgschaft fragt, ob dieser „eingepflanzte Wille“ auch tatsächlich der eigene Wille ist?!

… 🤔

Manchmal muß man die sogenannten „Verschwörungstheoretiker“ wie die „Schlafschafe“ und „Persönlichkeitsentwicklungsjunkies“ mit ihren Illusionen und Irrtümern einfach laufen lassen.
Denn Irrwege erhöhen die Ortskenntnis.

„Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste,
zweitens durch Nachahmen, das ist der Leichteste,
und drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.“
(Konfuzius)

Eingeständnis der eigenen Traumatisierung

Gemeinsam haben wir alle, daß wir in ein soziales Umfeld hineingeboren wurden, in welchem wir mal mehr mal weniger stark Ideologien ausgesetzt waren und traumatisiert wurden.
Als Säuglinge und Kleinkinder waren wir unseren „Schutzbefohlenen“ (Eltern) schutzlos ausgeliefert.

In der Regel haben sich unsere Eltern sicherlich die allergrößte Mühe gegeben, uns einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.
Die Sache ist nur die, daß gut gemeint nicht immer auch gut gemacht ist.

Sofern es unsere Eltern versäumt haben, an ihren eigenen Ideologien und Traumatas zu arbeiten, werden sie diese auf die eine oder andere Art und Weise an uns weitergegeben haben.
Und wenn wir uns unsere Ideologien und Traumatas nicht anschauen, dann werden unsere Kinder wiederum …
Ja, Du ahnst es …

Nach zwei Weltkriegen und den daraus entstandenen Traumatisierungen, die an die Folgegenerationen weitergegeben wurden, ohne dabei die Wurzel aller gegenwärtigen Ideologien wirklich gefunden zu haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß jeder Mensch hier in Mitteleuropa irgendwie „Opfer“ von Ideologien oder Traumata geworden ist.

Denn als Säugling oder Kleinkind sind wir ohnmächtig – weder körperlich noch geistig konnten wir uns zur Wehr setzen.
Wir konnten uns höchstens emotional abzuschotten versuchen.
Mehr nicht.
Wir waren ohne Macht gegenüber den physisch – nicht geistig(!) – Erwachsenen.
Die jetzige Generation von Kleinkindern kann – „Corona sei Dank“ – davon ein Liedchen singen.

(Anm.: Beim Suchen solcher Videobeiträge merke ich, daß die Auswahl bei YouTube immer kleiner wird …)

Du, ich und auch jeder andere Mensch, der irgendwann einmal der Souverän über das eigene Leben werden möchte, sollte sich als erstes eingestehen, sehr wahrscheinlich traumatisiert und ideologisch durchtränkt zu sein.

Das, was da in mir lebt, aber nicht zu mir gehört, obwohl ich es womöglich für einen Teil von mir halte, muß ich mir schon anschauen wollen …

Das wäre ein erster Schritt, um von einer Opferhaltung in die eigene Souveränität zu kommen.
Denn wer sich als Opfer selbst nicht erkennt, findet nur schwer auch nur irgendeinen Antrieb, um an seinem eigenen IST-Zustand etwas zu verändern.

“Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.”
(Johann Wolfgang von Goethe)

Wer kann ohne seinen Peiniger?

Dem Persönlichkeitsentwicklungsjunkie ist zwar hoch und heilig versprochen worden, daß er mit der Persönlichkeitsentwicklung den Weg aus dem Hamsterrad fände.
Tatsächlich aber hat er lediglich das Hamsterrad gewechselt.

Entweder hängt er noch immer an den Lippen seines ersten Gurus oder aber er wechselt vielleicht seinen Guru; er hält grundsätzlich allerdings an der Persönlichkeitsentwicklung fest.

So oder so bleibt er der Persönlichkeitsentwicklungsindustrie jedenfalls treu und läßt sich weiter brav von ihr ausnehmen.
Er hinterfragt seine Autoritäten nicht wirklich in der Tiefe – genauso wenig wie er sein eigenes Denken, Fühlen und Handeln hinterfragt.

Der Persönlichkeitsentwicklungsjunkie ist mehr oder minder eine Kopie des treuen Wählers.
Auch der treue Wähler hat schon mindestens bei einer Wahl den an ihn herangetragenen Versprechungen geglaubt.

Er macht deshalb nun entweder weiterhin treudoof sein Kreuz bei den gleichen aber nicht rechtsfähigen Parteivereinen und deren Supernasen.
Oder aber er wechselt bei jeder Wahl zum geringeren Übel, um auch nur irgendwie weiterhin an der Hoffnungsmöhre festhalten zu dürfen, daß sich mit einer solchen Handlung etwas änderte …

Die sogenannten „Verschwörungstheoretiker“ können darüber nur den Kopf schütteln.
In ihrem Hochmut glauben sie nun jedenfalls, daß sie sich von ihren Peinigern losgesagt haben.

Hast Du Dir aber schon einmal die Frage gestellt, was so mancher Aufklärungskanal wohl machen würde, wenn BRD-Sekte und Tiefer Staat Geschichte wären?
Oder warum so viele Menschen diesen Kanälen folgen?

Das „Schlafschaf“ gibt bei jeder Wahl seine Eigenverantwortung ab.
Der „Verschwörungstheoretiker“ braucht keine Wahl, um seine Eigenverantwortung ebenfalls abzugeben.

Bei aller Berechtigung seiner Kritik …
Aber weil er mit seinem Fokus noch weiterhin nur bei einer „bösen Elite“ bleibt und sich so seine eigenen Themen nicht anzugucken braucht, zeigt er jedes Mal seine Ohnmacht und Hilflosigkeit.
Und für diese Ohnmacht ist ja weiterhin die Elite verantwortlich, weil in den Medien so viel gelogen und verheimlicht wird, nicht wahr?

Alles Ablenkung.
Wie Medien und Politik versteht es auch der „Verschwörungstheoretiker“ von eigenen Fehlbarkeiten abzulenken.
Ein narzisstisches Phänomen, welches nicht nur bei Politikern oder Persönlichkeitsentwicklungsgurus zu Tage tritt.

Überleg mal … Was, wenn „der Bösewicht“ weg vom Fenster ist und die Aufklärungskanäle nichts mehr haben, über was sie sich auslassen können?
Würden ihre „Geschäftsmodelle“ mit dem „Bösewicht“ nicht gleich mit über die Wupper gehen?

Vordergründig geben diese Kanäle zwar vor, daß ihnen nichts lieber wäre, als dieses Staatskonstrukt BRDigen zu können.
Aber hintergründig?

Und wenn sie dann höchstens wissen, was sie nicht wollen, aber nicht, was sie in ihrem tiefsten Inneren wirklich wollen und wie sie dahin kommen … könnte es dann nicht sogar sein, daß die vermeintlichen „Verschwörungstheoretiker“ vor der Zukunft genauso viel Angst haben wie die vermeintlichen „Schlafschafe“?

„Exstirpation des deutschen Geistes zugunsten des deutschen Reiches.“
(Friedrich Nietzsche)

Hand aufs Herz:
Kann ein „Verschwörungstheoretiker“ also wirklich ohne seinen Peiniger?

Was unterscheidet den „Verschwörungstheoretiker“ wirklich von einem „Schlafschaf“, wenn er seinen Peiniger (unbewußt) genauso glaubt zu brauchen, wie das „Schlafschaf“?

Vom Traumaopfer zum Traumatäter

Politiker oder Persönlichkeitsentwicklungsgurus sind deshalb Narzissten und nun Multiplikatoren von Ideologien und Traumata, weil sie selbst mindestens ein bislang unbearbeitetes Trauma durchlebt haben.
Ihre Traumabiographie ist die Reise vom Opfer zum Täter.

Und all ihre Opfer sind mal mehr mal weniger bewußt und mal mehr mal minder direkt ebenfalls die nächsten Täter:

Der Wähler, der mit seinem letzten Kreuz die traumatisierenden Corona-Maßnahmen abgesegnet hat.
(Die offiziellen und inoffiziellen Spielregeln in der „besten Demokratie aller Zeiten“ dürften Dir als treuer Leser bekannt sein.)

Der Persönlichkeitsentwicklungsjunkie, der mal mit, mal ohne Provisionsgebühren auch andere suchende Seelen in die Hände seines Gurus oder seiner Sekte empfiehlt.

Der „Spiri“, für den die Welt in seiner „persönlichen Wahrheit“ rosarot ist und der auch seine Mitmenschen mit diesem Blödsinn geistig verwirrt.

Der „Verschwörungstheoretiker“, der seinen Opferstatus permanent hochhält und deshalb wie eine Nordseekrabbe seine Artgenossen in den Korb der Opferhaltung immer und immer wieder hinunterzieht.

Ich könnte hier noch weitere Gruppierungen auflisten, die durch diese oder jene Erzählungen sowie durch diese oder jene Handlungen sich an der Traumatisierung unserer Gesellschaft beteiligen.

Es ist eine Art kollektives Stockholm-Syndrom, welches unter uns weilt:
Das Opfer kooperiert in seiner Traumatisierung irgendwann und irgendwie mit dem Täter und wird zum Mittäter.

Nichts für Feiglinge

Ich habe jetzt schon ein paar Bücher von Psychotherapeuten usw. gelesen.
Und sie sagen auch mal mehr mal weniger direkt, daß niemand in dieser Gesellschaft nicht traumatisiert sei.

Dieser These stimme ich – wie weiter oben bereits angedeutet – vollkommen zu.

Aber das schließt auch die Möglichkeit mit ein, daß selbst die Psychotherapeuten, die tatsächlich geblickt haben, was hier gesellschaftspolitisch so läuft, noch weiterhin selbst traumatisiert sind.

Sie umschreiben, warum sich Menschen die eigenen Traumata oder narzisstischen Defizite nicht angucken wollen.
Dort sind so viele emotional schmerzhafte Hindernisse vorzufinden und deshalb halten die Therapeuten durchgehend das Fühlen hoch.

Nachdem der Mensch lediglich auf seinen Körper reduziert wurde, kann ich das Bestreben der Menschen nachvollziehen, daß sie sich das Fühlen zurückerobern wollen.
Es hat auch seine Berechtigung, klar.

Aber mit Blick auf die drei Seelenkräfte erkenne ich auch bei den bekannteren Psychotherapeuten die traumatische Abwehr der Wirklichkeit:

Es wird u.a. nicht thematisiert, ob eine Traumatisierung der Gesellschaft schon in jenem Moment ihren Anfang nimmt, wenn man dem Menschen – für die Hochzeit des Materialismus eigentlich logisch und „selbstverständlich“(!) – sein Dasein als geistiges Wesen nach wie vor abspricht …

Einleitend für jedes geschriebene Buch den Mut zu haben, daß der Mensch in erster Linie ein geistiges Wesen ist, wäre zumindest ein Anfang für jede weitere Selbsterkenntnis.

Physisch erwachsen, das werden wir scheinbar von ganz allein.
Geistig hingegen – das müssen wir wirklich wollen!

Dies ist ein Artikel aus der Artikelserie: Selbstoptimierungswahn
Dieser Artikel baut auf der erkenntnistheoretischen Grundlage von Rudolf Steiner auf. (vgl. GA 1 bis GA 4)

Martin Matzat

Martin Matzat ist Philosoph, Blogger und Autor sowie Erkenntnis- und Ideologieforscher. Der Dipl. Wirtschaftsingenieur, den die Lösung der sozialen Frage umtreibt, ist bis zur erkenntnistheoretischen Grundlage unserer Weltbilder vorgedrungen und sieht darin die Ursache gegenwärtiger und sich zukünftig wiederholender Ideologien.


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