Martin Matzat

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Wie Du mit Regionalgeld zur Not auch Euro verdienen kannst

Wie Du mit Regionalgeld zur Not auch Euro verdienen kannst

Hast Du einen Goldesel zu Hause? Oder kannst Du >tschuldigung< Geld scheißen?

Wenn Du es nicht so dicke hast, dann schmerzt jeder Euro, den Du ausgibst und der keinen Nutzen bringt.

Denn vielleicht hast Du für Deinen Nebenjob als Selbstständiger oder für Deine Unternehmung schon einmal eine Werbeanzeige in einer Zeitung aufgegeben. Vielleicht sogar eine Werbekampagne?!?

Und hast Du dann auch gegengerechnet, was Du für diese Werbung ausgegeben hast und wie viele Neukunden Du dadurch gewonnen hast?

Das kann sich anfühlen wie Perlen vor die Säue zu werfen.

Und es kann Dich ganz schön ärgern – gerade deshalb, weil Dein Geldbeutel nicht unbedingt das Gefühl vermittelt gleich platzen zu wollen.

Wenn Du nun diese Geld-zum-Fenster-rauswerf-Erlebnisse gerne umgehen möchtest, so kann Dir fast jede Form von Zahlungsalternative dabei helfen kostengünstig und erfolgsorientiert den Bekanntheitsgrad Deiner Unternehmung zu steigern.

Der große Unterschied zwischen herkömmlicher Werbung und Deinem Dasein als Regionalgeld-Akzeptanzstelle

Irgendwie wirklich schräg.

Vielleicht hast Du auch schon den einen oder anderen PR-Artikel veröffentlicht und Du hast gemerkt, daß Du auf einen solchen Zeitungsartikel auch Resonanz bekommst.

Und weil es so gut lief, möchtest Du den nächsten PR-Artikel veröffentlichen mit dem Hinweis auf eines Deiner kostenpflichtigen Produkte. Die Zeitung sagt: „Ja, aber nur wenn Sie bei uns auch eine Anzeige schalten!“

Die Anzeige, läßt sich die Zeitung wie selbstverständlich bezahlen – auch wenn eine solche Anzeige erfahrungsgemäß keinen Erfolg bringt.

Doch das für Dich eigentlich wertvolle – die PR-Anzeige – ist kostenlos. Die PR-Anzeige kann aber nur geschaltet werden, wenn Du für eine Anzeige bezahlst…

Auch wenn diese Art von Geschäftsmodell schon sehr stark von aller Logik abweicht, so zeigt sie vor allem eines: Die herkömmliche Werbeanzeige hat nur noch einen „Scheinwert“. Wie Du haben schon mehr Unternehmer erkannt, daß hier Geld zum Fenster rausgeschmissen wird, so daß eine Zeitung zu solch merkwürdigen Methoden greifen muß.

Das große Risiko, daß bei solcher Art von Anzeigenwerbung immer vorhanden ist, ist, daß Du nicht wissen kannst, daß Du damit unmittelbar Erfolg haben wirst.

Gut, wenn Du vielleicht der einzige wärst, der eine Werbeanzeige schaltet, dann würdest Du vielleicht Aufmerksamkeit bekommen. Aber in einer Welt, in welcher die Leute mit Informationen überhäuft werden, gehen sie dazu über noch gezielter zu suchen.

Dann übersieht jeder Mensch Deine Anzeige.

Wenn Du allerdings nur dann für Werbung zahlen bräuchtest, wenn Du auch tatsächlich Umsatz gemacht hast, dann ist die Geldwelt für Dich als Kleinunternehmer schon viel angenehmer.

Und genau das machen Regionalgeld und andere Zahlungsalternativen für Dich möglich.

Die 2 Grundmodelle von Regionalgeldern und anderen Zahlungsmitteln

Die Regionalgeld-Initiativen bemühen sich normalerweise darum, das jeweilige Zahlungsmittel mit einem bestimmten Wert zu hinterlegen. Das könnte Euro sein, es könnte ein materieller Wert wie Gold oder eine oder mehrere Immobilie sein, es könnte aber auch Leistung sein.

Wenn Du nun mit Regionalgeld mehr Euro verdienen möchtest, so ist der Umgang mit einem eurogedeckten Regionalgeld wohl der einfachste.

Aber auch Zahlungsmittel, die mit Gold, Immobilien, Leistung oder sogar gar nichts gedeckt sind, eigenen sich wunderbar um Deine Euro-Umsätze ein wenig aufzubessern.

Wie Du mit eurogedecktem Regionalgeld mehr Euro verdienen kannst

In der Regel werden solcherlei Regionalgelder wie zum Beispiel der Chiemgauer oder der KannWas zum Euro im Verhältnis 1:1 ausgegeben.

Gut, wenn Du nun vom Regionalgeld in Euro zurücktauschen möchtest, dann wird womöglich für Dich eine Rücktauschgebühr fällig, so daß der mehr oder minder vorgegebene Wechselkurs nicht mehr exakt 1:1 beträgt. Aber davon darfst Du Dich nun nicht aus der Ruhe bringen lassen. (Ansonsten lese hier, warum Du mit dem Wechselkurs auch ein wenig spielen kannst.)

Denn angenommen Du wirst gegen eine geringe Jahresgebühr als Akzeptanzstelle eines Regionalgeldes offiziell gelistet.

Bewußte Menschen, die öfter mit Regionalwährung einkaufen wollen, werden Dich daher gezielt aufsuchen.

Diese Kunden würdest Du wohl nie gewinnen können, wenn Du nicht eine Regionalgeld-Akzeptanzstelle wärst, richtig?

Jetzt fragst Du Dich vielleicht, was Du mit dem Regionalgeld sollst, wenn Du doch aber Euro brauchst um Deine Rechnungen zu bezahlen.

Die Lösung ist ganz einfach: Tausche das Regionalgeld einfach in Euro um, falls Du es nicht anderweitig in der Region wieder ausgeben kannst.

Ok, Du hast vielleicht die Rücktauschgebühr zu bezahlen, evtl. kommt auch noch die Umlaufgebühr dazu, weil Du zu lange das Geld gehortet hast und vielleicht mußt Du Dich irgendwie in Bewegung setzen, um die nächste Tauschstelle aufzusuchen.

Aber hey, sind die hierdurch eingenommenen Euro nicht allemal besser als zu Hause Däumchen zu drehen und darauf zu warten, daß endlich mal jemand Deine Waren kauft oder Deine Dienstleistung in Anspruch nimmt?

Sieh es doch mal so:

„Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach!“

Rücktauschgebühr und Co könnten(!) für Dich nur dann anfallen, wenn Du tatsächlich Umsatz machst. Es sind für Dich also – wenn Du niemanden in der Region findest, wo Du Deinen Regionalgeld-Umsatz wieder ausgeben kannst – nichts weiter als Werbekosten, die Du nur im Erfolgsfall zu zahlen hast.

Ein Riesenunterschied zur herkömmlichen Anzeigenwerbung also.

Wann Du mit begehrten, aber „nicht-eurogedeckten Zahlungsmitteln“ Euro verdienen kannst

Bei der Vielzahl von unterschiedlichsten Zahlungsmitteln, ist die Variante eines „nicht-eurogedeckten Zahlungsmittels“ wohl die häufigste. Neben einigen Regionalgeldern gehören in diese Kategorie zum Beispiel auch Tauschringe.

Doch kannst Du das eine „nicht-eurogedeckte Zahlungsmittel“ nicht mit dem anderen „nicht-eurogedeckten Zahlungsmittel“ pauschal in einen Topf werfen.

Hier mußt Du für Dich ausloten, ob ein solches Zahlungsmittel begehrenswert ist, weil Du Dir zum Beispiel wie andere Teilnehmer mit einem größeren Betrag einen echten Mehrwert erwerben kannst. Dazu zählt deshalb auch eine gewisse Knappheit des Zahlungsmittels, damit Du Deine erworbenen „Taler“ – auch wenn sie nicht eurogedeckt sind – auf Umwege dennoch gegen Euro eintauschen kannst.

(Siehe zum Beispiel Eiderkrone → Jahresabo → Alle Funktionen & Partnerprogramm)

Ein anderes Beispiel eines nicht-eurogedeckten Zahlungsmittels ist der Gradido. Um es knapp zusammenzufassen, kombiniert der Gradido den Gedanken der Umlaufgebühr mit jenem des Grundeinkommens.

Wenn Du nun auf Gradido-eASy registriert bist, dann kannst Du dort kostenlos ein Konto eröffnen und kannst Dir jeden Monat durch einen Klick auf einen Button 100 Gradido auf Dein Konto gutschreiben lassen.

Letztlich bleibt bei dieser empfehlenswert zu lesenen Vision von Bernd Hückstädts Gradido allerdings festzuhalten, daß Du Dir für Deine vielen Gradido keinen echten Mehrwert kaufen kannst.

Es fehlt – so traurig und paradox das bei einer solchen großen Vision auch klingen mag – an einem Knappheitselement, damit der Gradido auch begehrenswert ist.

Und jetzt kommt allerdings das wirklich Schöne:

Selbst wenn Du mit all Deinen Gradido weder heute noch morgen etwas anfangen kannst, so kannst Du Geldsysteme wie den Gradido dennoch dafür nutzen, um Deine Euro-Umsätze auszuweiten.

Wie Du mit „nicht-eurogedeckten“ Zahlungsmitteln, die auch nicht sehr begehrenswert sind, dennoch Euro verdienen kannst

Bleiben wir beim Beispiel des Gradidos.

Auf Gradido-eASy wird mit Gradido-Rabatten gearbeitet.

Was ist das?

Angenommen Du bietest eine Dienstleistung normalerweise für 100 Euro an.

Wenn Du nun ein Gradido-Konto hast, dann machst Du folgendes:

Du machst Deine Dienstleistung auf Gradido-eASy bekannt und nennst dabei auch gerne den Preis, welchen Du normalerweise verlangst – nämlich 100 Euro.

Ein Element, welches Du dann jedoch dieser Anzeige noch hinzufügst, ist der Gradido-Rabatt.

Und dieser Gradido-Rabatt beträgt in diesem Beispiel 10 Prozent.

Was heißt das konkret?

Jemand, der sich für den Gradido interessiert, sucht auf dem dortigen Marktplatz nach interessanten Anzeigen und findet Dich mit Deiner Dienstleistung.

Daraufhin kauft er diese Dienstleistung ein und bezahlt Dir nicht mehr 100 Euro, sondern nur noch 90 Euro plus 10 Gradido. (Die 10 Gradido entsprechen den 10 Prozent Gradido-Rabatt.)

Was ist passiert?

Du wurdest gefunden, weil Du dort zu finden warst, wo Menschen gezielt nach passenden Angeboten von anderen bewußten Menschen und Unternehmen suchen – deshalb wurde Dein Können ja auch in Anspruch genommen.

Gut, nun hast Du keine 100 Euro eingenommen, wie Du es sonst gewohnt bist, sondern nur 90 Euro.

Aber auch hier gilt:

„Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach!“

90 Euro haben oder nicht haben kann einen großen Unterschied ausmachen. Und auch hier gilt, daß Du die „verlorenen“ 10 Euro als eine erfolgsabhängige Werbeausgabe betrachten solltest.

Gewinnst Du also über Gradido keine neuen Kunden, verlierst Du auch keine Euro.

Und dieses Rabatt-Prinzip kannst Du letztlich auch bei allen anderen (nicht/ kaum begehrten) „nicht-eurogedeckten Zahlungsmitteln“ anbieten.

Und dort geht es für Dich jedes Mal darum Aufmerksamkeit zu erzeugen, damit die Menschen überhaupt wissen, daß Du existierst und was Du ihnen anzubieten hast.

Zusammenfassung:

Auch wenn Du einzig und allein Euro verdienen möchtest, so kannst Du über Umwege 3er verschiedener Zahlungsmittel Deine Euro-Umsätze noch weiter steigern.

Dabei hast Du die Möglichkeiten

  • eurogedeckte Regionalgelder direkt gegen Euro zu tauschen
  • nicht-eurogedeckte Zahlungsmittel, die allerdings begehrenswert sind, indirekt gegen Euro zu tauschen
  • oder über nicht-eurogedeckte Zahlungsmittel, die auch weniger begehrenswert sind, Rabatte auf Deine Euro-Preise anzubieten.

Und das beste daran ist, daß die Kosten minimal sind und diese auch nur dann anfallen, wenn Du tatsächlich Umsatz machst.

 

Und? Hast Du schon ein Lieblings-Zahlungsmittel, mit welchem Du auch mehr Euro verdienen kannst?

 

Wie Du mit dem Wechselkurs zwischen Regionalgeld und Euro spielen kannst

Wie Du mit dem Wechselkurs zwischen Regionalgeld und Euro spielen kannst

1:1.

Das ist meistens der Kurs, zu welchem diverse Regionalgeld-Initiativen ihr Regionalgeld gegen Euro herausgeben.

Und da der Mensch ja immer wieder nach Orientierung sucht und manchmal deshalb schon fast obrigkeitshörig alles Vorgegebene übernimmt, gibt es auch viele Akzeptanzstellen, die für Euro und Regionalgeld den gleichen Preis angeben.

Du kannst das natürlich auch gerne machen.

Es ist allein Deine Entscheidung.

Du kannst aber auch ein wenig mit Deinen Preisen spielen und Dir dadurch ganz neue Möglichkeiten schaffen.

Ich liebe es zu spielen. Möchtest Du mitspielen?

Was Du als Regionalgeld-Akzeptanzstelle von den Latinos lernen kannst

Seit ich mich mit alternativen Zahlungsmitteln beschäftige, erinnere ich mich immer wieder an ein Erlebnis, welches ich 2009 in Paraguay machen durfte. Rückblickend betrachtet, war dieses Erlebnis nämlich ein echter Augenöffner. 😉

Nun gut.

2009 machte ich eine Reise quer durch Lateinamerika und überquerte daher mit den Reise- und Linienbussen diverse Grenzen, hinter welchen ich dann oftmals die Wechselstuben aufsuchte, um Geld umzutauschen.

Das spannendste „Gelderlebnis“ an dieser Reise war jedoch, daß ich in vielen Geschäften Lateinamerikas nicht nur mit der Landeswährung zahlen konnte, sondern auch mit Euro oder US-Dollar.

Das lag oftmals auch daran, daß die Latinos damals Euro und US-Dollar mehr vertrauten als dem eigenen Geld.

Und so suchte ich in Paraguay einen kleinen Klamottenladen auf, in welchem ich mich nach einem Hemd umschaute.

Wie so oft war schnell auch an diesem Ort eine hübsche Verkäuferin an meiner Seite und fragte mich, ob ich mir das Hemd, welches ich mir gerade ein wenig länger anguckte, kaufen möchte.

Sie nahm das Hemd und bat mich ihr zur Kasse zu folgen.

Dort holte sie die aktuelle Tageszeitung hervor und verwies auf den aktuellen Wechselkurs zwischen US-Dollar und Guaraní, der Währung Paraguays.

Sie sagte ich könne gerne in Guaraní bezahlen. Wenn ich allerdings den Preis umgerechnet in US-Dollar bezahlen würde, bekäme ich auf den tagesaktuellen Wechselkurs einen Rabatt von 10%!

Ein Wechselkurs, der zu meinen Gunsten verändert wird?! Da mußte ich einfach zuschlagen. Ich nahm ein paar meiner US-Dollar aus meinem Geldbeutel und war stolzer Besitzer eines weißen Hemds.

Wie Du als T-Shirt-Ladenbesitzer mit anderen Zahlungsmitteln auch umgehen könntest

Stell Dir vor, Du betreibst einen kleinen T-Shirt-Laden, in welchem Du jedes T-Shirt für 10 Euro das Stück verkaufst.

Und nun kommt ein US-Amerikaner in Deinen kleinen Laden, sucht sich ein T-Shirt aus und sagt mit seinem amerikanischen Akzent:

„Dieses T-Shirt möchte ich kaufen. Aber ich würde gerne in US-Dollar bezahlen.“

Du: „Ok, das wären dann 100 US-Dollar!“

Er: „What!!! Der Wechselkurs liegt gerade mal bei 1:1,1. Das wären dann doch wohl eher 11 US-Dollar!“

Du: „Mag ja alles sein. Aber ich vertraue dem US-Dollar noch weniger als dem Euro und da ist es mir egal welcher Wechselkurs an der Börse ausgehandelt wurde. Ich muß – wenn ich Deine US-Dollar tatsächlich annehme – nicht nur meinen Mehraufwand mit einrechnen, sondern auch auch einen Risikoaufschlag. Denn woher soll ich wissen, ob dieses Papier in 2 Stunden nichts mehr wert ist?!? Und zu allem Überfluß nimmt ja auch kein anderer Laden in der Umgebung den US-Dollar an…!“

Der US-Amerikaner macht auf seinem Absatz kehrt, so daß nur ein leichter Gummigeruch zurückbleibt.

Was ist passiert?

Ok, Du hast nun nichts verkauft, was Du ja eigentlich möchtest.

Aber das sollte Dich nicht weiter stören. Denn Du hast sein Angebot letztlich deshalb abgelehnt, weil für Dich der Tausch (T-Shirt gegen US-Dollar) in einem unbefriedigenden Verhältnis stand.

5 Gründe, warum Du einen kundenfreundlichen Wechselkurs anbieten solltest

Wie Du nun am besten die unterschiedlichen Preise und Wechselkurse Deinen Kunden mitteilst ohne daß Deine Verkäufe ins Stocken geraten, mußt letztlich Du herausfinden.

Gerade zu Anfang ist es allerdings eher unvorteilhaft zu viele Preise auf nur einem Preisschild bzw. Produkt zu haben – das schadet nämlich der Übersichtlichkeit. Allerdings bietet sich wie bei meinem Paraguay-Erlebnis immer auch ein Rabatthinweis an.

Tipp: Wie wäre es zum Beispiel mit einem großen Plakat an Deiner Ladenkasse: Zahle in Regionalgeld und Du erhältst 10% Rabatt!

Hier nun die 5 Gründe, um mit dem Regionalgeldpreis unter dem des Euros zu bleiben:

  • Du willst die Ideologie hinter der Regionalgeld-Initiative unterstützen
  • Du vertraust dem Regionalgeld mehr als dem Euro
  • Du nutzt es für Marketingzwecke
  • Du möchtest Deine Preise in Euro anheben. Deshalb bietest Du den alten Preis in Regionalgeld an und hebst dann
  • Du diversifizierst Deine Produkte und Preise. Das heißt, Du hast ähnliche Produkte, die sich allerdings in ihrer Qualität und ihrem Umfang unterscheiden, so daß Du diese auch zu unterschiedlichen Preisen anbieten möchtest. So kannst Du unterschiedlich zahlungskräftige Kunden gewinnen.

6 Gründe, warum Du einen Wechselkurs anbieten solltest, der „weniger kundenfreundlich“ ist

Manchmal macht es tatsächlich Sinn den Wechselkurs in die andere Richtung zu verändern. Allerdings solltest Du es dabei nicht übertreiben, weil Du Dir dann selbst die idealistischsten Kunden vergrauelst, die Dich dann wiederum auch nicht weiterempfehlen werden.

Tipp: Wenn die Rücktauschgebühr von Deiner Regionalwährung in Euro zum Beispiel 10 Prozent beträgt, so bietet es sich an bei Zahlung in Regionalgeld einen Aufschlag von vielleicht 5 Prozent zu verlangen. Wenn Du nämlich zum Beispiel gute (Geschäfts-)Beziehungen zu einer anderen Akzeptanzstelle pflegen möchtest, die immer mal wieder in Euro zurücktauscht, so bekommt sie bei Dir bei Zahlung in Regionalgeld einen Preisvorteil von immerhin 5 Prozent.

  • Du willst die Ideologie hinter der Regionalgeld-Initiative unterstützen
  • Du möchtest das Regionalgeld (allerdings) zunächst nur ausprobieren
  • Du tauschst alles eingenommene Regionalgeld stets in Euro um und willst die Rücktauschgebühr an Deine Kunden weitergeben
  • Du vertraust dem Euro mehr als dem Regionalgeld
  • Du nutzt das Regionalgeld für Marketingzwecke (bist allerdings nicht so effektiv wie jene Akzeptanzstellen, die mit dem Regionalgeldpreis unter dem des Euros bleiben)
  • Du betreibst eine Wechselstube, wo Du mit diversen Zahlungsmitteln handelst und die verschiedensten Wechselkurse ausgibst

Zusammenfassung:

Es ist Dein gutes Recht zu bestimmen, wann Du Deine Ware oder Deine Dienstleistung gegen ein x-beliebiges Zahlungsmittel eintauschst.

Du mußt Dich keinem „offiziellen“ Wechselkurs bedingungslos unterordnen. Diese Wechselkurse helfen Dir allerdings eine gewisse Orientierung zu gewinnen.

Und selbst wenn die Mehrheit in Bezug auf einen Wechselkurs anders denkt als Du, darfst Du stets Deine persönliche Note in einen Wechselkurs mit einfließen lassen.

Du bist derjenige, der über Deine persönliche „Geldsouveränität“ entscheidet!

 

Hättest Du als Ladenbesitzer das T-Shirt für 11 US-Dollar verkauft? 😛

 

10 Gründe, warum Du öfter mit Regionalwährung einkaufen solltest

10 Gründe, warum Du öfter mit Regionalwährung einkaufen solltest

Kennst Du Veganer?

Also vielleicht nicht unbedingt Veganer, die deshalb Veganer sind, weil es ihnen um ihre Gesundheit oder ihre eigene spirituelle Entwicklung geht. Sondern in diesem Fall meine ich eher die Veganer, die das Tierleid auf dieser Welt gerne vermindern wollen.

Sie vermeiden daher nämlich alle Produkte, die irgendwie aus Tier hergestellt wurden. Sie nehmen dadurch Einfluß auf die Wertschöpfungketten, so daß sich Unternehmen verändern müssen, wenn sie diese Menschen als Kunden wieder zurückgewinnen wollen.

So versuchen viele Veganer bei ihren Einkäufen eine immer souveränere Konsumentenbasis aufzubauen.

Und weißt Du was?

Nutzen Menschen wie Du und ich bei ihrem Einkauf so oft es geht Regionalwährung, dann kommen wir noch viel schneller zu unserer Konsumentensouveränität! 😉

1. Mit Regionalwährung förderst Du regionale Wirtschaftskreisläufe

Vielleicht hast Du in Deiner Kleinstadt auch schon beobachtet, daß immer mehr Läden in der Einkaufsstraße schließen. Ein trauriges Bild. Es fehlt nur noch der Wind, der einen kleinen, vertrockneten und rollenden Busch durch die Straße rollen läßt und das Szenario einer verlassenen Wild-West-Stadt wäre perfekt.

All die verlassenen Läden konnten sich nicht mehr halten, weil Kapitalismus und Globalisierung schon in Deiner Nachbarschaft ihre Opfer fordern.

Denn wenn die Menschen in einer Region bereits wenig Geld haben, dann werden sie ihr Geld auch so gut es geht zurückhalten. Und das bedeutet dann nicht nur für den örtlichen Handwerker oder auch den kleinen Ladenbesitzer, daß sie weniger Umsatz machen – es zieht sich durch die ganze Region, weil alle Geldbeutel nur den Einkauf von Billigware aus dem Ausland erlauben.

Angestellte müßten dann womöglich auf Gehalt verzichten, wenn sie ihre Arbeit nicht verlieren wollen. Und wenn sie dann noch weniger Geld im Portemonnaie haben, haben sie noch weniger Geld um damit die regionalen Unternehmen zu unterstützen.

Diesen Teufelskreis, kannst Du durch die Nutzung von Regionalwährungen unterbrechen.

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Das Geld bleibt in der Region, so daß damit zum Beispiel nicht an der Börse spekuliert werden kann.
  • Durch ihre Regionalgeld-Umsätze unterstützen sich die regionalen Unternehmer gegenseitig, weil sie dann wie Du ebenso in der Region mit Regionalwährung einkaufen werden.

2. Regionalwährungen sind oftmals mit einer Umlaufgebühr ausgestattet

Wird die Möglichkeit des Geldhortens gefördert (Zins und Zinseszins), wird damit ein gesellschaftlicher Infarkt provoziert. Genaugenommen tritt ein solcher Gesellschaftsinfarkt sogar ein, wenn lediglich Zins und Zinseszins verboten werden, weil es immer Menschen geben wird, die mit Geld besser umgehen können als andere.

Das Geld, welches sie in Massen anhäufen, fehlt dann anderen Menschen, um ihre Waren und Dienstleistungen untereinander austauschen zu können.

Das Grundprinzip eines jeden Zahlungsmittels sollte es daher sein, daß es den Menschen dient und nicht daß die Menschen letztlich dem Geld dienen. Und dies wird mit einer Umlaufgebühr möglich gemacht.

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Du förderst ein Zahlungsmittel, welches Dir als Mensch dienen möchte.
  • Du erlebst eine gesunde Gesellschaft, die zunehmend bereit ist vom Geld selbst loszulassen und somit für die eigene Evolution offen ist.

3. Je mehr Umsätze „Pioniere“ mit Regionalwährungen machen, desto attraktiver wird dies auch für weitere Unternehmen

Letztlich rennen wir doch fast alle irgendwie Geld und Besitztümern hinterher.

Wenn ein Unternehmer zum Beispiel merkt, daß seine Euro-Umsätze einbrechen, weil der Konkurrent Regionalwährung ausprobiert, kann er sich überlegen, ob er nun auch Regionalwährung akzeptieren soll oder ob er sein Geschäft schließt.

Wahrscheinlicher ist wohl die erste Überlegung.

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Durch Deine intensive Unterstützung für Menschen und Unternehmen, die bewußt handeln und wirklich nachhaltig denken, hast Du bei diesen Menschen ein Stein im Brett. Beziehungen schaden schließlich nur dem, der keine hat! 😉
  • Wenn jemand seine Umsätze durch die Annahme von Regionalwährung vergrößern kann, wird eine solche frohe Botschaft natürlich die Runde machen. Weitere Unternehmen werden dem Beispiel der Pionier-Unternehmen folgen. Dadurch erhöht sich das Waren- und Dienstleistungsangebot in der Region, so daß es noch attraktiver wird mit Regionalgeld einzukaufen. Dadurch werden noch mehr Unternehmen auf dieses Zahlungsmittel aufmerksam. Usw. Das geht dann irgendwann halt ab wie „Schmidt’s Katze“. 😉

4. Du förderst nachhaltige und ökologische Absichten

Hast Du Dich auch schon mal gewundert, wie es sein kann, daß selbst in einem Bioladen Äpfel aus Argentinien und Neuseeland angeboten werden, während Du in Deiner Nachbarschaft beobachtest, daß dort die Äpfel an den Bäumen verfaulen?

Wie ökologisch ist unser Denken und unser Konsum, wenn wir Äpfel über den ganzen Globus zu uns kommen lassen, während die Äpfel an den heimischen Bäumen ungenutzt bleiben?

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Macht der Bioladen wegen Menschen wie Dir überwiegend mit Regionalgeld seinen Umsatz, so wird es ihm auch zunehmend erschwert überregional einzukaufen. Gut, so manche Regionalwährung läßt sich unter Zahlung einer Rücktauschgebühr auch wieder in Euro wechseln – aber dieser Umweg kostet Zeit und Geld. Der Fokus wird daher noch stärker auf kurze Transportwege gesetzt.
  • Wenn Unternehmen wie der Bioladen nicht den Wünschen ihrer Kunden nachkommen, machen sie pleite. Das heißt, daß jemand wie Du schon zeigen muß, daß Du erkannt hast, daß Erdbeeren im Winter unnatürlicher Luxus sind, die die Umwelt eher belasten als sie zu schonen.
  • Als Veganer, der Tierleid vermindern möchte, kannst Du so noch bessere Impulse gegen Massentierhaltung setzen.

5. Du förderst das menschliche Miteinander und das Gemeinwohl

Irgendwie ist es schon interessant zu beobachten wie manche Menschen über Dinge wild diskutieren, um am Ende immer wieder festzustellen, daß das Geld vorne und hinten nicht reicht. Das fängt schon bei kleineren Gemeindesitzungen an.

Der einzelne und auch Gemeinschaften haben in einem verzinsten Geldsystem echte Probleme das Geld zusammenzuhalten oder gar welches zu bekommen. Dieser erzeugte Mangel fördert den Egoismus, so daß jeder erstmal an sich denken muß.

Wenn aber eine Regionalwährung mit einer Umlaufgebühr ausgestattet ist, dann steht das Geld letztlich jedem schneller wieder zur Verfügung, weil das Geldhorten unattraktiv wird.

Dann heißt es in Gemeindesitzungen nicht mehr „Wo können wir noch sparen?“ sondern „Wer braucht noch etwas, wer hat noch nicht?“

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Du brauchst Dich weniger vor Kriminalität zu fürchten, weil niemand einen echten Mangel erfährt.
  • Wenn die Menschen weniger zu Egoismus gezwungen sind, sind sie für ein Gemeinschaftsleben offener. Die Hilfsbereitschaft um Dich herum wird wachsen.

6. Nimmst Du selbst Regionalwährung an, wirst Du dieses Geld schneller wiedersehen als Euro

„Das schlechtere Geld ist das bessere Geld!“

Das klingt jetzt vielleicht paradox. Aber wenn Du bei dem einen Geld Zinsen bekommen kannst und bei dem anderen eine Gebühr bezahlen mußt, wenn Du es nicht ausgibst – welches Geld wirst Du dann wohl eher benutzen wollen, um einzukaufen?

Und wie werden wohl andere Menschen sich verhalten, wenn schon Du keine Gebühr bezahlen möchtest?

Irgendwie ist eine Regionalwährung mit Umlaufgebühr dann doch ein „Schwarzer Peter in Engelsgestalt“, wenn er immer wieder zurückkommt und Dir zu stetigen Umsätzen verhilft, oder?! 🙂

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Deine eigenen Umsätze werden sich erhöhen und Du kannst gleichzeitig immer wieder aufs Neue mit Deinen Einkäufen Impulse für die Region setzen.
  • Das verzinste Geldsystem wird irgendwann als leere Hülle zurückbleiben, weil es von den Menschen gar nicht mehr genutzt wird. Hinzu kommt, daß auch ein Sicherheitsdenken á la „Geld-auf-die-hohe-Kante-legen“ bei einem Geld mit Umlaufgebühr tatsächlich irgendwann nicht mehr vorhanden sein wird.

7. Du unterbindest mit Regionalwährung „Etikettenschwindel“

Vielleicht ist Dir der neue Marketing-Trend schon aufgefallen. Nachhaltig, sozial und irgendwie grün sollten Werbung und Imagekampagnen sein.

Vielleicht noch irgendein Nachhaltigkeitssiegel für die Produkte und der immer kritischer werdende Kunde sollte überzeugt sein.

Mag sogar sein, daß einige dieser Nachhaltigkeitssiegel „verwaschen“ sind, weil diese Siegel in gewisser Weise wiederum ein Interesse daran haben, daß möglichst viele Unternehmen mitmachen, damit auch das Siegel bekannter wird. Und dann müssen zum Teil faule Kompromisse geschlossen werden.

Außerdem stellt sich die Frage wie wahrhaftig solcherlei Marketingaktionen und Siegel sind, wenn das einzige Geld, welches jene Unternehmen annehmen, für ein gesellschaftliches Ungleichgewicht und Umweltzerstörung sorgen?

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Mit Deinem „doppel-bewußten Konsum“ (Was konsumierst Du? Womit bezahlst Du?) bestimmst Du, was für Dich ein wahrhaftiges Nachhaltigkeitssiegel ist.
  • Du sorgst dafür, daß die Annahme von Regionalwährung oder anderen alternativen Zahlungsmitteln zum wahren Nachhaltigkeitsmerkmal für ein Unternehmen wird.
  • Wird regional produziert, kannst Du besser nachvollziehen, ob die angepriesene Nachhaltigkeit in den Unternehmen tatsächlich gegeben ist.

8. Du verführst andere Menschen dazu sich über Geld tiefere Gedanken zu machen

Hast Du zum Beispiel schon mal in einem großen Super- oder Baumarkt gefragt, ob Du dort auch mit Regionalwährung bezahlen kannst? Dann zeigst Du den Schein und verlierst kein weiteres Wort. 😀

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Du hast ein wenig Spaß und kannst in verdutzte Gesichter schauen.
  • Menschen erleben in ihrem „alternativlosen“ Schlaf einen merkwürdigen Traum, der vielleicht tatsächlich etwas in ihnen wachrüttelt.

9. Du förderst eher Kleinunternehmer als Großkonzerne

„Sie sind zwar groß und stark, aber wir sind klein und beweglich!“ Das sagte Gene Hackman zu Will Smith im Film „Staatsfeind Nr. 1“.

Echt klasse, wie diese Aussage immer wieder zutrifft.

Denn die großen Player lassen sich auf so einen „Spielkram“ gar nicht ein. Und wenn da mal ein Mitarbeiter das Potential von einer Regionalwährung erkannt hat, dann dauert es immer, bis dies durch alle nötigen Konzernebenen und bei allen Mitarbeitern durchgedrungen ist. Und dann muß da noch die riesengroße Buchführung für diesen „Furz“ angepaßt werden. Willkommen in der Komfortzone! 😀

Großkonzerne sind außerdem tendenziell eher Freunde der Globalisierung.

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Wenn die regionalen Kleinunternehmer größere Umsätze machen, werden sie irgendwann Hilfe brauchen, um die Aufträge allesamt abzuarbeiten. Sie werden gut bezahlte Mitarbeiter beschäftigen müssen. Und wenn ihnen das nicht gelingt, werden Existenzen gegründet, die diese Lücke füllen werden. Gehälter und Umsätze werden in Deiner Region zunehmen, so daß Du so (als Selbstständiger) oder so (als Angestellter) zu diesen Nutznießern gehören wirst.
  • Das Kräfteverhältnis zwischen Kleinunternehmern und Großkonzernen verschiebt sich gen Kleinunternehmertum, so daß Großkonzerne zunehmend ihre Daseinsberechtigung verlieren.

10. Du setzt Impulse für mehr Autarkie

Immer mehr Menschen fangen an zu begreifen, daß es um den Euro nicht wirklich gut bestellt ist. Es wird zum Beispiel von Sparerenteignung zu Gunsten verschuldeter Banken und der Abschaffung von Bargeld gesprochen. Und die Spatzen pfeifen es daher schon seit geraumer Zeit von den Dächern, daß der Euro-Crash und „der totale Überwachungsstaat“ nicht mehr weit weg sein können.

Doch wie willst Du die immer fester werdenden Daumenschrauben umgehen, wenn Du immer wieder die Systeminfrastruktur nutzt?

Wie widerstandsfähig ist Dein wirtschaftliches Umfeld bei einem Euro-Crash, wenn doch jeder Hans und Franz den Euro nutzt?

Nutzen und Auswirkungen für Dich und Dein Umfeld:

  • Durch die Nutzung von Regionalwährung werden neue Zahlungsinfrastrukturen in der Region aufgebaut, so daß die Region krisenunabhängiger wird.
  • Ist die Region weniger krisenabhängig ist sie auch weniger systemabhängig.

Zusammenfassung:

Den Nutzen, den Du bei Deinem Einkauf in Regionalwährung erfahren wirst, siehst Du nicht sofort. Du brauchst also ein klein wenig Geduld und Vertrauen.

Doch genau darum geht es ja bei den alternativen Zahlungsmitteln:

Über den Tellerrand hinausschauen und langfristig Denken und Handeln.

 

Kennst Du noch einen Grund, warum wir öfter mit Regionalwährung einkaufen sollten?

 

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