Martin Matzat

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Was ist das „Böse“ an Jesus Christus?

 

Dies ist der eigene Beitrag zur Blogparade Was ist das „Böse“ an Jesus Christus?

 

Das „Gute“ an Gefühlen ist, daß sie belebend sein können.
Das „Böse“ an Gefühlen ist, daß sie einen auch echt runterreißen können.
Welchem Menschen kann man es verdenken, wenn er sich in seinem emotionalen Urteil – dem Urteil des Fühlens – lieber jenen Gefühlen zuwendet, die ihm persönlich sympathischer sind?
Daß er sich deshalb eher Situationen und Geschichten zuwendet, die ihm sympathischer sind.
Daß er sich die eigenen Lebensumstände und seine Weltanschauung so gestaltet, daß sie „leichter“ und nicht so „schwer“ sind …

Das „Böse“ an den „guten“ Gefühlen ist jedoch, daß sie einen blenden und die Sinne vernebeln können.
Daß man sich ablenken läßt, weil dieses „Gute“, was so schöne Gefühle auslöst, fast die gesamte Aufmerksamkeit des Menschen vereinnahmt.
Hintergründe und Kontext, in welchen das Ereignis der sympathischen Gefühle eingebunden sind, werden übersehen.
Das Ganze und die Einheit gerät aus dem Fokus, weil man sich einzig und allein am so wohltuenden Gefühl ergötzt.

Das Fühlen gehört zum Menschsein dazu.
Es ist sogar wichtig.
Aber das Fühlen ist nicht die Seelenkraft, die Verbindungen schafft, die Beziehungen knüpft, das Weltgeschehen sachlich zu beurteilen weiß und zugleich die eigenen Gefühle zum Weltgeschehen einzuordnen versteht.
Nein, es ist tatsächlich das Denken.

Das Christusereignis gehört zur Menschheitsentwicklung.
Es ist sogar sehr wichtig.
Aber so wie die Gefühlsmystiker die Ganzheit der Wirklichkeit nie werden erkennen können, laufen wir alle Gefahr, etwas zu übersehen, wenn neben Christus alles andere außer Acht gelassen wird.
Um zu verdeutlichen, was ich sagen möchte, werde ich jetzt ein klein wenig ausholen (müssen).
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6. Februar 2021

Einladung zur Blogparade: Was ist das „Böse“ an Jesus Christus?

 

„Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“
(Mephistopheles zu Faust, Johann Wolfgang von Goethe)

 

Das obige Zitat kommt Dir sicherlich bekannt vor.

Es geht darum, in allem Bösen doch irgendwo den Keim des Guten sehen und finden zu wollen.

Nun möchte ich Dich und andere Menschen dazu einladen, dieses Spiel auch einmal anders herum zu spielen.

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[OB#10] Offener Brief an alle Trauma- und Psychotherapeuten

 

Liebe Trauma- und Psychotherapeuten,

2020 war der Wahnsinn, oder?
Corona dürfte die Nachfrage nach Ihrer Dienstleistung langfristig gesichert haben, nicht wahr?
Somit dürften Ihnen mit Blick auf Ihren Geldbeutel rosige Zeiten bevorstehen.
Ich wage allerdings zu behaupten, daß Ihnen ein prall gefüllter Geldbeutel allein keinen Seelenfrieden geben wird.
Dafür sind Sie zu sehr am seelischen Wohl Ihrer Mitmenschen interessiert.
Denn sobald Ihr geschultes Auge den Blick auf Ihr eigenes oder das Seelenleben anderer Menschen richtet, werden gerade Sie sehr schnell die Schattenseiten eines schon seit Monaten propagierten „Goldenen Zeitalters“ wahrnehmen können.
Gegenwärtig wie zukünftig ist der Dienst, welchen Sie den gebrochenen Seelen unserer Gesellschaft zukommen lassen, nicht hoch genug wertzuschätzen.
Deshalb möchte ich Ihnen an dieser Stelle von Herzen meinen Dank aussprechen: Dankeschön – gerade Ihnen sollte daher jeder Geldzufluß gegönnt sein!

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Ich wende mich nun in diesem offenen Brief an Ihre Berufsgruppe, weil gerade Sie das seelische Leid sehen können, welches Menschen widerfährt, sobald sie unvorbereitet und mit voller Wucht mit den Folgen eines ideologischen Weltbildes konfrontiert werden.
(geistig, seelische und körperliche Gewalt, drohende Arbeitslosigkeit, Insolvenz, Spaltung der Gesellschaft in systemkonform und nicht-systemkonform, familiäre Herausforderungen, Beziehungsdramen, Überforderung durch sogenanntes homeschooling usw. usf.)
Ich suche unter Ihnen Verbündete und möchte im Folgenden die Bedeutung eines solchen Bündnisses hervorheben.

Eine erste Anmerkung jedoch vorweg:
Falls Sie dem, was ich in diesem offenen Brief andeute, nicht zustimmen können, sondern es eher als „verstörend“ empfinden, überprüfen Sie bitte an sich selbst, ob Ihr erster Impuls ein Verhalten von Flucht, Gegenangriff oder Schockstarre sein könnte.
Welche Schlußfolgerungen ließen sich daraus womöglich ziehen?

Kommen wir nun allerdings zum Thema.

Als Trauma- und Psychotherapeuten können Sie nicht am Trauma auslösenden Ereignis selbst arbeiten, weil Schicksalsschlag oder Täter zum Zeitpunkt der Behandlung der Vergangenheit angehören oder auch nicht mit anwesend sind.
Sie können nur mit dem Menschen arbeiten, der sich diesem Ereignis hilflos ausgesetzt sah und in der Gegenwart lebt.
Sie holen das Opfer ein Stück weit aus seinem Opferdasein heraus und bringen ihm eine gewisse innere Stabilität und Souveränität bei, um mit den Folgen und Folgesymptomen eines Traumas sowie zukünftigen Herausforderungen des Lebens besser umgehen zu können.
Die Widerstandskraft des Opfers soll gestärkt werden.
Es ist ein Schritt zur Eigenverantwortung.
Sehr gut.
Es stellt sich nun allerdings die Frage, was diese fehlende Widerstandskraft ist oder auch wie sie vorbeugend gestärkt werden könnte.
Denn, halten wir fest: Die Trauma- oder Psychotherapie wird angewandt, sobald „das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“.
Dann werden unzählige „Einzelfälle“ (eines Massenphänomens) behandelt.
Was wäre nun allerdings, falls es einen „Hebel der Vorbeugung“ gäbe, um die Anzahl an Traumatisierungen innerhalb unserer Gesellschaft erheblich zu verringern?
Anders gefragt: Wie weit reicht unter Trauma- und Psychotherapeuten der vorbeugende Blick, und wie groß ist der Wille, um das Aufkommen neuer Traumata zu verhindern?

Beispiel:
Auch wenn es viele Menschen nicht bemerkt hatten, ging dem Ereignis Corona 2020 voraus, daß eine bestimmte Ideologie bereits eine sehr große Verbreitung gefunden hatte.
Diese Ideologie war mehr an der Durchsetzung der „Eigeninteressen“ interessiert, als daran, Menschen ihre eigene Identität finden zu lassen.
Ohne es wirklich wahrhaben zu wollen, lebten viele Menschen in einer großen (staatlich organisierten) Sekte, welche sie niemals als eine solche bezeichnet hätten.
Jedes (nach Freiheit strebende) Individuum hatte sich der ideologischen Autorität und dem obrigkeitshörigen Kollektiv unterzuordnen, so daß so mancher Mensch mehr und mehr von seiner eigenen Identität loslassen mußte.
Viele Menschen hatten sich selbst verloren, weil schon vor Corona geistige, seelische und körperliche Gewalt stattfand, dessen Benennung häufig als sogenannte „Verschwörungstheorie“ abgetan wurde.
Die Opfer empfanden die praktizierte Gewalt als normal, weil sie nichts anderes kannten, und paßten sich den äußeren Umständen an, wenn sie weder fliehen noch zum Gegenangriff übergehen konnten.
Während Corona 2020 konnten wir weiterhin beobachten, welche Ausmaße eine Ideologie annehmen kann, falls sie schon eine gewisse Ausbreitung innerhalb unserer Gesellschaft erfahren hat und gleichzeitig der Widerstand gegen diese Ideologie immer weiter zunimmt. (Vgl. Demonstrationen, Auseinandersetzungen mit der Polizei usw.)
Viele Menschen, die zuvor noch dem von der Autorität vorgegebenen Narrativ folgten und jegliche Berührung zu „Verschwörungstheorien“ mieden, erkannten während Corona 2020, wie die vorherrschende Ideologie um ihr Überleben kämpft und dabei sprichwörtlich über Leichen geht.
Die Prophezeiungen einiger „Verschwörungstheorien“, die von geistiger, seelischer und körperlicher Gewalt gegenüber den Menschen sprachen, schienen zumindest einen wahren Kern zu enthalten.
Weil die vorherrschende Ideologie mit Corona 2020 vor unseren Schulen nicht Halt machte, mußten auch unsere Kinder die Gewalt dieser Ideologie als „Normalität“ zu akzeptieren lernen.
Sie als Trauma- und Psychotherapeuten wissen, daß die Menschen, die während Corona 2020 massenweise zu Opfern gemacht wurden, später – falls in Gegenwart und Zukunft keine traumatherapeutische Aufarbeitung o.ä. stattfindet – in irgendeiner Art und Weise selbst zu Tätern werden können.
Diese Menschen werden zu Multiplikatoren gegenseitiger Traumatisierungen.
Das wissen Sie nur zu gut, und Sie wissen auch, daß noch eine Menge an Arbeit auf unsere ohnehin schon traumatisierte Gesellschaft zukommen wird.

Um nun der Spirale der immer weiter zunehmenden Traumatisierungen entgegenzuwirken, müssen wir uns fragen, wann eine Ideologie vorliegt.
Eine Ideologie liegt immer dann vor, wenn das eigene Weltbild nicht der Wirklichkeit entspricht.
Das heißt, wenn das eigene Weltbild nicht wahr ist!
Und Sie wissen, daß unsere Welt- und demzufolge auch Menschenbilder oftmals durch Eltern und andere Autoritäten geprägt werden, die ebenfalls mal kleinere mal größere Ideologien in sich tragen.
Wir stehen hier also vor der Frage, wie in Zeiten des Umbruchs gesellschaftlich eine ideologiefreie Herrschaftsform gefunden werden kann.
Es geht darum vorzubeugen, damit es nicht erneut zu einem Kampf um das eigene Ansehen und den eigenen Machterhalt geht, welcher erneut die Traumatisierung der Mitmenschen in Kauf nimmt.
Können Sie mir folgen?
Es geht sowohl bei Tätern als auch bei Opfern um das eigene innere(!) Weltbild.
Genauer: Es geht um die aussichtslose Rechtfertigung und Verteidigung von labilen Weltbildern (→ Widerstandskraft des Nervensystems kann kaum bis gar nicht vorhanden sein → Traumatisierung) und das wackelige Fundament, auf welchem wir unsere (unwahren und ideologischen) Weltbilder aufbauen.

Ich will unterstreichen, warum das Finden einer ideologiefreien Herrschaftsform gerade JETZT so wichtig ist:
Können Sie beobachten, was gesellschaftlich – abseits der altbekannten Berichterstattung – gerade vor sich geht?

Vielleicht kennen Sie die Szene am Ende des zweiten Teils der Matrix-Trilogie, in welcher Neo vor dem Architekten steht und offenbart bekommt, daß – wie üblich – nach dem Ende der aktuellen auch gleich die nächste Matrix gestartet werden würde. Nach der Matrix ist vor der Matrix …
Was, wenn wir uns nach dem Corona-Theater und mit dem Verlassen einer „BRD-Matrix“ euphorisch in die nächste Matrix begeben werden, die die meisten Menschen als solche noch gar nicht erkennen?
Wäre das eine „Verschwörungstheorie 2.0“, die nun über eine „Nationale Besoffenheit 2.0“ realisiert wird?
Etwas, was einige Menschen erneut wegzulächeln oder zu ignorieren versuchen?
(Erläuterung: Als die DDR ihr Ende gefunden hatte und euphorisch die sogenannte Wiedervereinigung gefeiert wurde, prägte Oskar Lafontaine den Begriff der Nationalen Besoffenheit.)

Können Sie verstehen, was ich Ihnen gerade mitteile?
Was, wenn wir in unserer Gesellschaft schon JETZT uns selbst (unbewußt?) eine weitere kollektive Traumatisierung erschaffen?
Werden wir mit einer weiteren Ideologie konfrontiert, die in der Zukunft ebenfalls immer offensichtlicher wird und dessen Auswirkungen die Corona-Trauma-Erfahrungen bei weitem übertreffen könnte?
Wie eingangs schon erwähnt, könnte Ihr Geldbeutel dann abermals überquellen, wenn sich Trauma- und Psychotherapie ausschließlich für „die gefallenen Brunnenkinder“ interessieren.

In meinem neuesten Buch Die Matrjoschka-Matrix – Erkenntnis und Wahrheit habe ich u.a. aufgearbeitet, warum wir gesellschaftlich die ideologische Erkenntnistheorie Immanuel Kants durch eine wahre Erkenntnistheorie ersetzen müssen, wenn der Krieg der Ideologien (→ immer wieder neue Traumatisierungen) ein Ende finden soll.
Diese von Ideologie geprägten kriegerischen Auseinandersetzungen erleben wir im Kleinen (→ z.B. in Beziehungen) als auch im Großen (→ gesellschaftlich).
Falls wir uns in der gegenwärtigen Situation dessen nicht bewußt werden, werden wir – wie in Platons Politeia (→ altgriechisch: Der Staat) prophezeit – nach der Demokratie sehr wahrscheinlich als nächstes eine Tyrannei erleben.
Wir sollten nämlich nicht vergessen, daß auch in uns selbst der ideologische Tyrann in Beziehung & Co noch weiter fortlebt …
Gegenüber dem, was da gesellschaftlich auf uns zukommen könnte, wird das Corona-Theater von 2020 ein Witz sein!
Der Gesellschaftswandel, von welchem derzeit in einigen Kreisen immer wieder gesprochen und als „Goldenes Zeitalter“ angepriesen wird, findet statt, ohne sich die ideologische Erkenntnistheorie Immanuel Kants auch nur einmal anzugucken, obwohl sie trotz aller Ignoranz und Unbewußtheit die Grundlage der gegenwärtig vorherrschenden Weltbilder darstellt …

Die Bedeutung eines Bündnisses zwischen Ihnen und mir besteht darin, daß jemand wie ich vorbeugend dafür sorgt, daß Sie als Retter gebrochener Seelen nicht irgendwann selbst gerettet werden müssen.
Sie helfen anderen Menschen.
Sie können gar nicht anders.
Es ist Ihr Naturell.
Doch wer hilft Ihnen, wenn zu viele Menschen um Sie herum um Hilfe flehen?
Wer hilft Ihnen, wenn Sie den gesellschaftlichen Anblick von vielen leidenden Menschen nicht mehr ertragen können?
Ich thematisiere die Grundlage unserer Weltbilder.
Übertragen setze ich somit den Fokus auf die Stärkung der Widerstandskraft von Nervensystemen.

Die Matrojschka-Matrix – Erkenntnis und Wahrheit ist eine Vertiefung der Darlegungen dieses offenen Briefes, der zwangsweise nur einen Teil anspricht und zum Dialog mit mir anregen soll.

Sollte ich Ihr Interesse an einem gemeinsamen Wirken geweckt haben, würde ich mich über eine Nachricht von Ihnen sehr freuen.

 

Liebe und verbundene Grüße sendet Ihnen Martin Matzat.

P.S.: Der nachfolgende Vortrag dürfte Ihnen ebenfalls veranschaulichen, warum wir Gefahr laufen, nach dem Umbruch einer weiteren Ideologie zu folgen.

 

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