7. September 2015

Wie Dir das Komfortzonenmodell von Platon ein Paradies zeigt

Wie Dir das Komfortzonenmodell von Platon ein Paradies zeigt

Lerne Deine Glaubenssätze zu hinterfragen, um das Dich umgebene Komfortzonenmodell nach Platon zu erkennen!

>>> Update running: Meine Komfortzone ist der Beste Ort, wo gibt …

>>> SYSTEM FAILURE!

Hoppla … Da funktioniert bei wem wohl die Konditionierung nicht mehr richtig.

Diese und die folgenden Zeilen zu lesen ist verboten!

Also – tss, tss. Marsch, wieder zurück ins Körbchen. Zurück in Deine Komfortzone!

Du bist nämlich gerade dabei sie zu verlassen. Denn Du weißt doch: Außerhalb Deiner Komfortzone ist es seeeeehhhr gefährlich!

Du ließt ja immer noch weiter. Was soll das denn?!?

Ok, dann frage ich Dich an dieser Stelle:

Rote Pille oder blaue Pille?

Wählst Du die blaue Pille, dann gehe zurück in Deine Komfortzone und höre JETZT auf zu lesen.

Hmm …

Irgendwie klappt das nicht. Du bist zuuu neugierig, weißt Du das!?

😉

Ok zugegeben, ich habe mir bei diesen Zeilen einen inspirierenden Teil aus dem Matrix-Film herausgegriffen. Vielleicht kennst Du diesen Film.

Wie wir Menschen werden auch Filme gerne in Schubladen einsortiert. Denn auch wenn Matrix in die Kategorie Science-Fiction und Action gesteckt wird, so ist der Film vor allem eines: philosophisch!

Dieser Film regt dazu an zu reflektieren, nachzudenken, bereit zu sein die Perspektive zu wechseln. Wer allerdings zu tief in der eigenen Komfortzone steckt, der wird den tieferen Sinn der dortigen Dialoge und Umschreibungen wohl kaum erfassen wollen.

Denn Reflektieren, Nachdenken und die Perspektive wechseln sind bereits schon Aktivitäten um sich aus der Komfortzone herauszubegeben.

Wie uns Platon ein verschachteltes Komfortzonenmodell ausmalt

Wußtest Du, daß der wohl bekannteste Film in dieser Zeit des Wandels eine moderne Kopie von Platons Höhlengleichnis ist? Vor 2.400 Jahren wurde demnach das Drehbuch für Matrix bereits geschrieben.

Platon beschreibt darin, daß in jener Höhle von Geburt an Menschen gefesselt sind, die ausschließlich an eine einzige Wand schauen. Alles was diese Menschen kennen, ist diese eine Wand. Das ist ihre Welt.

Nun ist es so, daß diese vermeintlich öde Felswand wirklich äußerst unterhaltsam sein kann. Denn hinter den gefesselten Menschen brennt ein kleines Feuer. Dadurch sind echt super Lichtbewegungen auf der Höhlenwand zu erkennen.

Hin und wieder gehen dann noch andere Gestalten zwischen dem Feuer und den gefesselten Menschen spazieren oder machen gar Schattenspiele.

Wow! Das, was sich auf der Felswand abspielt, ist ja viel besser als Kino!

Jetzt gelingt es jemandem sich von 2(!) Fesseln zu befreien. Zum einen ist es die physische Fessel, logisch. Aber viel wichtiger ist eine andere – die mentale Fessel.

Denn in jenem Moment, wo er sich von seiner mentalen Fessel befreit, macht er den ersten Schritt aus seiner Komfortzone.

Er wagt es sich umzuschauen.

Er erkennt, daß er wie seine „Leidensgenossen“ in Ketten gelegt wurde. Er sieht, daß es neben der einen sogar zwei, drei, nein sogar vier weitere Felswände gibt. Er sieht das Feuer, die Spaziergänger und Schattenspieler, die ihm einst sein Weltbild malten. Jetzt weiß er wie dieses Weltbild gemacht wurde.

Doch da, was ist das?

Noch weiter hinten ist etwas sehr Helles. Ganz anders als das, was sonst so in der Höhle vorzufinden ist. Er ist neugierig und geht zu diesem Licht.

Er bleibt kurz stehen und überlegt, ob er in dieses helle Etwas gehen soll. Er nimmt seinen ganzen Mut zusammen.

Aua! Das tut weh!

Er kneift die Augen zusammen und geht wieder zurück in die Höhle.

So viel Licht kannte er nicht. Und wie konnte er nur wissen, daß das Verlassen der vertrauten Höhle irgendwie auch weh tut.

Egal, er will wissen, was ihn da draußen erwartet. Augen zu und durch!

Die Augen langsam wieder geöffnet sieht er auf einmal sooo viele neue Farben.

Grün – Bäume, Wiesen und Pflanzen.

Bunt – die Blumen und die Schmetterlinge.

Blau – der Himmel.

Gelb – nein, da guckt er lieber nicht hinein … 🙂

Aber, was ist das für eine Welt? Diese Vielfalt, die er entdeckt hat. Im Vergleich zum Höhlenleben ist das doch das reinste Paradies.

Das muß er seinen Freunden erzählen.

Er erzählt von den vielen Farben, die er gesehen hat.

Von den Schmetterlingen, die um ihn herum flatterten. Die Vögel, die ihm ein Willkommenslied trillerten.

Er schildert seine neue Perspektive auf die Sicht der Dinge.

Er hat erkannt, daß sein Leben ein Gefängnis war.

„Aber wir sind doch frei! Uns geht es doch gut. Wir bekommen Wasser und Brot. Und schau auf die Felswand. Deine Farben gibt es nicht!“

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.Marie von Ebner-Eschenbach

Nun muß er ein weiteres Mal seine Komfortzone verlassen. Eine große emotionale Herausforderung.

Er muß von jenen Menschen loslassen, die ihm lieb und teuer sind.

Nach seinen Erlebnissen, die er gewonnen hat, müßte er sich nun verstellen, wenn er noch zu ihnen gehören wollte. Müßte sich selbst verleugnen, wenn er gemocht werden will. Er müßte alle Selbstliebe aufgeben und sich so klein machen, wie es seine Freunde tun.

Und wie wäre es weiterhin zu versuchen sie zu überzeugen seinen Weg mitzugehen?

Verschwendete Energie – sie würden ihn bekämpfen, ihn gar umbringen.

Denn er stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf und sie müßten zugeben, daß sie ihr ganzes Leben lang einen Irrtum gelebt haben. Welches Ego macht das schon?

Wenn ein ehrlicher Mensch erkennt, daß er irrt, dann wird er sich entweder seines Irrtums oder seiner Ehrlichkeit entledigen!Unbekannt

Er geht zu den Schattenspielern, die wissen, daß sie seinen Freunden eine Welt vorgaukeln, die nicht die wirkliche ist. Er versucht sie ebenfalls davon zu überzeugen seinen Weg zu gehen.

Vergeblich!

Sie bekommen Weintrauben zu essen. Das ist in der Höhle ein 5-Sterne-Menü.

Sie sehen, daß sie besser gestellt sind, als jene, die sie belügen. Ihnen geht es doch gut, warum sollten sie an ihrer Situation etwas verändern!? Ihr vergleichendes Ego läßt auch sie in ihrer Komfortzone verharren.

Letztlich muß er den Weg der Erkenntnis also alleine gehen – raus aus der sicheren Höhle, allen Routinen und allen Denkweisen.

Aber er weiß ja nun, daß das Leben außerhalb seiner Tagesroutine noch so viel mehr zu bieten hat …

Warum Platon’s Höhlengleichnis ein verschachteltes Komfortzonenmodell darstellt

Platon zeigt Dir in seinem Komfortzonenmodell, daß Du Dir um Dich herum mehrere Komfortzonen-Hürden vorstellen darfst, die Du nach und nach zu überwinden hast, ehe Du das „wahre“ Paradies betreten kannst.

Stößt Du nämlich an den Rand Deiner Komfortzone, stellt sich die Frage, ob Du über diesen (Teller-)Rand hinausschauen und gehen möchtest.

Hast Du diese Hürde genommen, wartet ein paar Augenblicke später schon die nächste Prüfung auf Dich.

Es gleicht quasi dem Bild von Matroschka-Puppen, wo eine Puppe eine kleinere einschließt und dann wiederum von einer noch größeren umgeben wird.

In Deinem Leben stößt Du auf mehrere Fesseln, die Dich dort zu halten versuchen, wo Du gerade bist. Und diese Fesseln findest Du dann auf unterschiedlichen Ebenen: sie können physischer, mentaler, emotionaler oder auch spiritueller Natur sein.

Wenn Du allerdings neugierig bist und für Dich reflektieren kannst, daß Du tatsächlich gefesselt bist, dann hast Du auch die Gelegenheit die notwendigen Schritte zu unternehmen Dich von diesen Fesseln zu befreien.

Nimmst Du solche Fesseln allerdings nicht wahr, wirst Du Dich kaum/ gar nicht weiterentwickeln und womöglich sogar andere Menschen anfeinden, die Dir zu sagen versuchen, daß Dein Leben noch viel reichhaltiger sein könnte.

Was Dir Platon’s Höhlengleichnis über Deine Ängste verrät

Stell Dir dazu mal vor, daß Du – in Bezug auf einen bestimmten Bereich in Deinem Leben – nicht derjenige bist, der mutig den Weg geht, welchen zuvor noch niemand gegangen ist.

Stell Dir vor, daß Du einer von jenen Menschen bist, die noch immer an die Höhlenwand starren, an welche sie schon immer gestarrt haben.

Stell Dir außerdem vor, daß es Dir an Vorstellungskraft, an Fantasie und an Bereitschaft fehlt, etwas in Deinem Leben zu verändern.

Und nun kommt jemand daher, der Dich dazu auffordert Deinen Blick von der Höhlenwand abzuwenden. Welches Gefühl wird Dich dazu verleiten diesen Menschen mit seinen Absichten zu bekämpfen?

Jetzt, nachdem Du diese ganzen Zeilen gelesen hast, kennst Du aber auch die Perspektive des mutigen und vorangehenden Menschen.

Ist die Angst dann vielleicht ein Gefühl, welches Dich um das Paradies betrügt?

Unsere größte Angst

Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.

Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein.

Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten.

Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?

Aber wer bist du, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst.

Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.

Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.Marianne Williamson

(Diese Worte, die Nelson Mandela 1994 in seiner Antrittsrede zum Präsidenten von Südafrika für sich zu nutzen wußte, werden auch im Film Coach Carter mit Samuel L. Jackson genutzt.)

Angenommen Angst wäre Dir ein schlechter Lehrer. Was ist dann zum Beispiel Deine Angst vor dem Tod? Wenn Dein Körper auch nur eine Höhle … ähh, ich meine eine Hülle ist, dann müßte es doch auch eine „Welt“ außerhalb Deines Körpers geben, oder?! 🙂

Bevor Du nun aber auf „falsche Gedanken“ kommst:

Nur weil Du kein Bock mehr auf Dein irdisches Dasein hast, heißt das noch lange nicht, daß Du Deinen Körper (mit Gewalt) zerstören oder abreißen solltest.

Denn ein solch gewählter Freitod wiederum könnte Deine Seele sehr stark belasten …

Sei Dir also bitte dessen bewußt, was Du tust und was Dich erwarten könnte.

Zusammenfassung

Platon’s Höhlengleichnis ist das „Urdrehbuch“ für Matrix.

Dabei gelingt es Platon sinnbildlich zu beschreiben, mit welchen Hürden sich Menschen auseinanderzusetzen haben, die sich weiterentwickeln wollen.

Dieses verschachtelte Komfortzonenmodell kannst Du nun auf die verschiedensten Bereiche Deines Lebens übertragen.

Wann bist Du offen, wann bist Du „freiwillig versklavt“, um Deine Komfortzone oder Dein Weltbild zu beschützen?

Du kannst für Dich reflektieren, ob Dir Deine Angst ein guter Lehrer ist.

Dein Leben hat noch sooo viel mehr zu bieten. Du mußt lediglich mutig genug sein, um Dich dafür zu entscheiden.

 

Wovor hast Du noch Angst? Und warum?

MM

Über den Autor

Martin Matzat ist Glücksschmied, Gesellschaftsentwickler, Geldtherapeut und Gründer der Eiderkrone. Halte Dich auf dem Laufenden mit Facebook, Twitter und Google+.

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Martin Matzat

Ich zeige über verschiedenste Geldaspekte die Mißstände in unserer Außenwelt auf, um im Anschluß den Irrtum an und in uns selbst sichtbarer zu machen.

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