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Hier geht es um die Wechselbeziehungen zwischen Geld, Mensch und Gesellschaft.

Geld verdienen – ein persönlicher Irrtum?

Sofern wir danach streben den Sinn des Lebens zu finden, so kommen wir früher oder später an einen Punkt, an welchen wir uns darum bemühen unser Handeln auf Tugendhaftigkeit auszurichten.

Wir stellen unser Ego mehr und mehr zurück und versuchen uns höheren Prinzipien zu öffnen.

 

Welche Lebensaufgabe habe ich?

Wie kann ich mich, mein Sein und mein Wirken in den Dienst des großen Ganzen stellen?

Und falls es (noch) nicht das große Ganze ist, dann würde ich zumindest im Kleinen schon anfangen wollen etwas zu geben…

 

Dabei geraten wir immer wieder in Konflikte.

In Konflikte mit der Gesellschaft.

In Konflikte mit dem eigenen Freundeskreis und der eigenen Familie.

In Konflikte mit uns selbst.

Denn immer wieder sehen wir uns der Nötigung ausgesetzt, daß wir nur dann etwas geben können und dürfen, wenn wir auch bereit sind dafür etwas zu nehmen.

 

Es mag zutreffen, daß jemand, der nur gibt ohne etwas zu nehmen, sich ausnutzen läßt, weil er einen Minderwertigkeitskomplex hat.

Doch so pauschal können wir über Geben ohne Nehmen gar nicht urteilen.

Denn wie immer spielt es auch hier eine Rolle mit welchem Bewußtsein wir Geben ohne zu Nehmen.

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Der Nichtglaube als erstes Knappheitselement

 

Sehr oft werden diverse Gründe genannt, warum es einem selbst so schlecht geht.

 

Es werden Argumente ins Feld geführt, die immer wieder zu begründen versuchen, daß für die Limitierung des eigenen Daseins irgendwer im Außen schuld ist.

Denn schließlich braucht es jemanden, der für diese subjektiv wahrgenommene Begrenzung die Verantwortung trägt.

 

Ein großer Teil der Gesellschaft läßt sich dennoch gerne von einer künstlichen Knappheit manipulieren und erfreut sich an dem Glauben immer wieder mal ein Schnäppchen gemacht zu haben.

„Man lebt schließlich nur einmal“ und giert deshalb danach alles in diesem einen Leben zu erreichen und zu besitzen, was es nur zu erreichen und zu besitzen gibt.

 

Es ist nur logisch, daß Zeit deshalb eine echte Mangelware zu sein scheint.

 

Parallel dazu gibt es allerdings auch Menschen, die auf Knappheitselemente – so wie sie in diversen Geldsystemen und Marketingstrategien zu finden sind – allergisch reagieren.

Neben leerer Taschen gäbe es somit einen weiteren Grund etwas nicht zu kaufen, wobei einem meist nicht der Inhalt sondern lediglich das Geschenkpapier nicht zusagt.

 

Schon irgendwie amüsant diese gelebte Schizophrenie in den westlichen Industrieländern zu beobachten.

 

Der Nichtglaube ist einfacher zu rechtfertigen als der Glaube

Es gibt einen Unterschied zwischen Glauben und Wissen.

 

Der Glaube ist offen und akzeptiert auch die Ungewissheit.

 

Das Wissen – subjektiv gesehen – ist in sich geschlossen und somit gleichzeitig auch begrenzt.

Gerade deshalb ist das eigene Wissen außerhalb der eigenen Wissensgrenzen in der endlosen Weite jener Dinge, die uns nicht vertraut sind, allerdings so manches Mal verloren.

 

Während das Wissen symbolisch gesehen eher den sicheren Hafen darstellt, ist der Glaube die Reise ins Unbekannte.

 

Doch dieses Unbekannte löst Unbehagen aus – selbst wenn der Glaube bekanntlich Berge zu versetzen vermag.

Denn in der Weite des Glaubens mag es sein, daß sich der unbewußt und „wissende“ Mensch darin vollkommen verloren fühlt.

Schließlich definiert er sein Dasein in sehr engen Grenzen:

 

Er ist lediglich ein physischer Körper und hinzu kommt, daß er auch sonst nicht nur materiell denkt sondern auch materiell handelt.

So gesehen muß er vor allem, was die energetisch starre Form der Materie nicht angenommen hat und was er somit mit seinen eigenen Händen nicht anfassen kann, eine gewisse Angst haben.

 

Warum?

 

Wenn es tatsächlich mehr als Materie auf der Welt gibt, könnte es sein, daß ihm bewußt wird, daß er ein Leben lang einen Irrtum gelebt hat – einen Glaubensirrtum.

Und einen Irrtum zuzugeben fällt selbst dem Unterbewußtsein nicht ganz leicht, so daß dieses automatisch ein „Weltbild-Erhaltungs-Programm“ abspielen läßt.

 

Jeder, der in einer materiellen Welt an Gott, an ein Leben nach dem Tod oder auch an die Wiedergeburt glaubt und behauptet, daß diese Dinge existieren würden, begibt sich in Glaubensfragen schon auf den Weg einer „Verschwörungstheorie“.

 

Es ist fast schon ein klassisches Beispiel dafür wie man es sich in seiner Komfortzone gemütlich einzurichten versucht – selbst wenn dadurch das eigene Bewußtsein limitiert sein sollte.

 

Dabei schützt der Nichtglaube diese Komfortzone sogar doppelt:

 

Denn es würde noch weitere Arbeit bedeuten, wenn wir einem anderen Nichtgläubigen auf einmal unseren eigenen Prozeß der Bewußtseinsentwicklung erklären müßten.

 

Wer hat auf eine solche Beziehungsarbeit schon wirklich Lust?!

 

Beziehungen verändern sich

Wer oder was bin ich?

Warum bin ich, wer ich bin und warum denke ich, was ich denke?

Warum fühle ich was ich fühle und wie würde ich fühlen wenn ich einen anderen Körper oder auch ein anderes Bewußtsein hätte?

Welche Beziehung habe ich zu mir?

War ich immer ehrlich zu mir selbst?

 

Die Beziehungen und Nichtbeziehungen, die wir zu unseren Mitmenschen, zur Natur, zum Geld oder auch zu Gott führen und für uns bewerten, sind von unserer Beziehung zu uns selbst sehr stark abhängig.

 

Denn wenn sich in einer einfachen Zweierbeziehung einer der beiden Pole verändert, hat das zur Folge, daß sich sowohl die Beziehung als auch der Gegenpol mitverändern müssen.

 

Diese Veränderung unserer Beziehungen mag uns im ersten Moment nicht bewußt sein, wenn wir merken, daß wir uns verändern.

Sehr wohl aber ist es möglich, daß dieser Umstand unserem Unterbewußtsein klar ist und wir deshalb womöglich auch unbewußt alles dafür tun, um den bisherigen Status Quo zu erhalten.

 

Sind wir in einem Moment eines solch unbewußten Handelns also unehrlich zu uns selbst?

Und wenn wir unehrlich zu uns selbst sind, können wir dann überhaupt ehrlich in unseren Beziehungen sein?

 

Der Mensch ist ein soziales Wesen.

Doch der unbewußte Mensch hat Angst davor seine sozialen Bindungen zu verlieren.

Denn schließlich glaubt er, daß sich für ihn weder neue noch tiefere Beziehungen auftun werden – einfach deshalb, weil sie in seiner Zerrissenheit zwischen Glauben und Nichtglauben knapp sind.

 

Problemkind Wiedergeburt

 

Wir sind super darin an Gewohntem festzuhalten.

Egal ob es die Tagesroutinen sind oder unsere Glaubenssätze.

 

Es ist ein Schutz der eigenen Komfortzone.

 

Doch so manches Mal befinden wir uns in einer Situation, in welcher das Verteidigen der eigenen Komfortzone aufwendiger ist, als die Komfortzone einfach aufzugeben und zu verlassen.

Momente, in welchem jeder Versuch der Verteidigung der eigenen Denkmuster und Verhaltensweisen einfach zu schwer ist.

 

Nehmen wir deshalb nun einmal an, Du glaubst nicht an Wiedergeburt:

 

Wenn Du Dir nun allerdings andere und sehr alte Religionen der Gegenwart wie z.B. Hinduismus und Buddhismus anschaust, wenn Du Dich mit den Religionen der alten Naturvölker wie z.B. jener der Wikinger auseinandersetzt oder gar mit der alten Lehre des Christentums, in welcher auch von Wiedergeburt gesprochen wird…

Was weißt Du mit Deinen wenigen Jahrzehnten an Lebenserfahrung über Wiedergeburt, was jene Religionen nicht wissen?

 

Die Wiedergeburt als Feindbild einer materialistisch-rücksichtslosen Welt

„Man lebt schließlich nur einmal!“

 

Ein so salopp daher gesagter Satz, der nicht nur impliziert, daß es keine Wiedergeburt gibt.

Sondern auch ein Satz, mit welchem man sich durchaus einreden könnte, daß man in einem späteren Leben den Müll nicht aufzuräumen bräuchte, den man selbst hinterlassen hat.

 

Das soll nun nicht heißen, daß Menschen, die an die Wiedergeburt nicht glauben, keine Rücksicht auf Mutter Erde, die Mitmenschen oder nachfolgende Generationen nehmen.

Aber es verführt zu einem Leben von „Nach mir die Sintflut.“

 

Greifen wir deshalb als Extrembeispiel rücksichtslose Herrscher heraus, die für ihren materiellen Reichtum über Leichen gehen.

Und gehen wir außerdem davon aus, daß die „Herrscherclique“ stets darum bemüht sein würde diesen Status Quo zu halten – was ihr überdies auch gelingt.

 

An diesem Punkt stellen sich zwei Fragen, falls der einzelne oder ein jeder von ihnen an die Wiedergeburt glauben würde:

 

a) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß nicht nur das nächste sondern sämtliche Folgeleben auf der Seite der „Herrscherclique“ gelebt werden können?

Schließlich ist die Zahl der Nichtherrscher oftmals um ein vielfaches größer…

 

b) Gilt in diesem Fall womöglich „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“?

 

 

Ich gehe mal davon aus, daß Du niemand bist, der gerade in dieser „Herrscherclique“ sein Leben lebt.

Die Wahrscheinlichkeit ist schließlich eher gering.

 

Und ich gehe mal davon aus, daß Du gerade für jene Menschen die Frage beantwortet hast.

 

Du gehst davon aus, daß sie mit einem Glauben an die Wiedergeburt ihr gegenwärtiges Handeln definitiv überdenken würden.

 

 

Jetzt aber zur Bonusfrage falls Du die Taten der „Herrscherclique“ gerade verurteilst:

 

Könnte es womöglich sein, daß Du in Deinem letzten Leben zu dieser materialistisch-rücksichtslosen „Herrscherclique“ gehört hast?

 

Die Rechnung kommt. Immer?!?

Um nicht rücksichtslos mit seiner Umwelt umzugehen, braucht es zumindest eine Vermutung, daß das, was man macht, für einen selbst nicht ohne Folgen bleiben wird.

 

Ungewiß ist dabei allerdings sehr oft wann und in welchem Ausmaß jenes Ereignis eintritt, welches die eigene Tat „begleicht“.

Denn es könnte durchaus sein, daß die eigene Tat nicht unbedingt in den nächsten 5 Minuten sondern in den nächsten 5 Tagen, in den nächsten 5 Jahren oder in den nächsten 5 Leben einen „Ausgleich“ erfahren wird.

 

Ein Hinweis darauf, daß eine „schlechte Tat“ nicht ohne Folgen bleiben wird, könnte zum Beispiel im eigenen GeWISSEN zu finden sein.

 

Doch diese erlebte Resonanz muß sich nicht unbedingt auf die weniger guten Taten beschränken.

Denn schließlich ist es umgekehrt auch möglich, daß die Früchte einer guten Tat erst im nächsten Leben geerntet werden könnten.

 

Verlangt das Leben eine Reinvestition der Ernte?

Etwas, was bei den Gedanken um mögliche Wiedergeburten nun offensichtlich wird, ist die Tatsache, daß sich unser Verhältnis zu Zeit verändert und damit auch zu unseren (höheren) Zielen sowie unserem Bewußtsein für Verantwortung.

 

Sofern wir nämlich über den Sinn des Lebens philosophieren und nur das gegenwärtige Dasein betrachten, denken wir sehr wahrscheinlich zu kurz.

 

 

Stellen wir uns dazu das Leben eines Bauern vor:

 

Kein Bauer wird Bauer, weil er es nur für eine Ernte sein möchte.

Spätestens zu der Zeit des Jahreswechsels überlegt er wie viel er von der alten Ernte im neuen Jahr dem Boden wieder zurückgibt, um damit auch im nächsten Jahr sich und sein soziales Umfeld versorgen zu können.

 

 

Anstatt von Ernte zu Ernte könnte dieses Prinzip von Leben zu Leben gedacht werden.

Nur hakt dieses Prinzip an einer bestimmten Stelle, wenn wir es 1 zu 1 auf unser materielles Dasein übertragen:

 

Die in einem Leben angehäuften materiellen Reichtümer können nur schwerlich mit ins Jenseits und ins nächste Leben mitgenommen werden.

 

Doch sehr wohl gibt es die Möglichkeit das Materielle in etwas Anderes zu transformieren.

 

Die gebundene Energie der starren Materie könnte zum Beispiel in positive Emotionen und Gefühle umgewandelt werden, indem materielle Geschenke an das soziale Umfeld gemacht werden.

Aus einer materiellen Saat – verbunden mit einer nichtmateriellen Absicht(!) – würde sich sodann eine nichtmaterielle Ernte ergeben.

 

Und wenn gilt, daß wir ernten, was wir säen, dann hätten wir mit einer solchen Tat mit Sicherheit auch schon mal etwas für unser nächstes Erdenleben getan.

 

Das klingt so weit ganz gut.

Nur hat der Glaube an die Wiedergeburt am Ende für so manchen noch einen entscheidenen Pferdefuß:

 

Die Bereitschaft Eigenverantwortung zu übernehmen!