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Wenn Du über die Wechselbeziehungen zwischen Geld und Gesellschaft mehr erfahren möchtest, dann bist Du hier genau richtig.

Was ist Materie?

 

Es ist schon ein echtes Bewußtseinsdilemma.

Sobald wir ein wenig mehr darüber nachdenken, ob wir mehr als nur ein physischer Körper sind, wird uns klar, daß unser unbewußtes Handeln sehr oft noch nach dieser Programmierung abläuft:

 

Alles physisch.

Alles materiell.

 

Was aber ist das denn?

Was ist Materie?

 

Bevor ich diese Frage nun mit einem beliebten Zeichentrickfilm zu beantworten versuche, gehe ich zurück in unsere Schulzeit und betrachte Physik und Chemie mal aus einer philosophischen Perspektive.

 

Die Aggregatzustände

Generell gibt es bei jedem Element drei Aggregatzustände.

 

Am Beispiel ‚Wasser‘ können wir es sehr gut erkennen:

Fest als Eis, das Wasser selbst ist flüssig und wenn die Temperatur mindestens 100 Grad Celsius beträgt, ist Wasser gasförmig.

Physisch können wir dieses Element also immer weniger greifen, je höher die Temperatur wird.

 

Das liegt daran, daß die atomaren und molekularen Teilchen, die ein solches Element ausmachen, sich mit zunehmender Temperatur immer schneller bewegen.

Daraus wiederum können wir ableiten, daß wir mit zunehmender Geschwindigkeit dieser atomaren und molekularen Teilchen die Existenz von Materie immer schwerer wahrnehmen können.

 

Doch gilt eine solche Wahrnehmung absolut oder eher relativ?

Denn der ‚Aggregatzustand‘ unseres beobachtenden physischen Körpers bleibt im Gegensatz zu dem des Wassers immer gleich…

 

Der Aufbau des Atoms

Als kleinstes Materieteil haben wir das Atom kennengelernt.

 

Uns wurde beigebracht, daß jedes Atom einen Kern und eine Hülle hat.

Der Kern besteht aus Protonen und aus Neutronen.

Die Hülle aus Elektronen, die um den Kern umhersausen.

 

Nun ist es bei Atomen allerdings so, daß die Hülle nicht unmittelbar auf dem Kern liegt.

 

Um Dir die Distanz zwischen Kern und Hülle besser vorstellen zu können, stell Dir vor, daß Du eine Erbse als Atomkern in die Mitte eines Fußballfeldes legst.

Die Elektronen würden dann auf einer Kreisbahn um diese Erbse umherfliegen, die das gesamte Fußballfeld umschließt.

 

So definiert sich das kleinste Materieteilchen…!

 

Jetzt allerdings zur Masterfrage:

 

Was ist zwischen Atomkern und Atomhülle?

 

Irgendetwas muß doch dazwischen sein.

 

Luft vielleicht…?

Nein, das ergibt keinen Sinn, weil die sich darin befindlichen Gase auch wiederum aus sich schnell bewegenden Atomen bestehen.

 

Dann vielleicht ein Vakuum…?

Wird auch schwierig.

Denn wenn sich ‚Nichts‘ zwischen Kern und Hülle befindet, wie kann es dann eine Distanz geben?

 

Physikalisch gesehen würde der Begriff ‚Potential‘ einen gewissen Sinn ergeben, weil der Kern über die Protonen positiv geladen ist, während die Elektronen, die die Hülle bilden, eine negative Ladung haben.

Wenn wir nun von den Fliehkräften der Elektronen auf Grund ihrer Geschwindigkeiten mal absehen, müßten diese sich nämlich anziehen und somit immer weiter annähern.

 

Ein weiterer Begriff, der ansatzweise umschreiben könnte, was sich zwischen Kern und Hülle befindet, wäre vielleicht ‚Platz‘.

 

Interessant wird nun die Überlegung, wenn wir diesen ‚Platz‘ mit Kern und Hülle in ein Verhältnis setzen:

 

Kern und Hülle sind nur ein Bruchteil dessen, was das Atom in seiner Gesamtheit ausmacht.

Denn wenn wir uns daraufhin vergegenwärtigen, daß auch unser physischer Körper aus sehr vielen einzelnen solcher Atome besteht und wir dabei zum Beispiel auf unsere Hand schauen, dann könnten wir vielleicht auf den Gedanken kommen, daß das, was wir sehen (→ wahr-nehmen), nur ein Bruchteil dessen ist, was wir wirklich sind.

Zitat Martin Matzat 010 - Nur weil wir etwas nicht wahrnehmen können, heißt das noch lange nicht, daß es auch nicht existiert

 

Werfen wir darüber hinaus noch einen kurzen Blick auf Kirsche, Pflaume, Weintraube, Avocado, Pfirsich…

Wenn wir solcherlei Lebensmittel betrachten, dann gibt uns das Prinzip von Kern und Hülle außerdem noch eine weitere Tatsache zu denken:

 

Zwischen Kern und Hülle befindet sich als Platzhalter das leckere Fruchtfleisch – der Grund, weswegen wir Kirsche & Co so gerne essen.

 

König der Löwen – mehr als nur ein einfacher Film

Dieser äußerst bekannte und erfolgreiche Zeichentrickfilm von Walt Disney erzählt die Geschichte von dem kleinen Löwen Simba, der als zukünftiger König sich selbst und seinen Platz im Leben sucht.

Gleich zu Beginn lehrt ihm sein weiser Vater Mufasa die Zusammenhänge im ewigen Kreis des Lebens:

 

Mufasa:

„Alles, was Du siehst, lebt in einem empfindlichen Gleichgewicht zusammen.

Als König mußt Du ein Gespühr dafür haben und alle Geschöpfe respektieren.

Von der winzigen Ameise bis hin zur graziösen Antilope.“

Simba:

„Aber wir fressen die Antilopen doch.“

Mufasa:

„Sicher Simba, aber laß mich erklären.

Wenn wir sterben, werden unsere Körper zu Gras.

Und die Antilopen fressen das Gras.

Und somit sind wir alle eins im ewigen Kreis des Lebens.“

 

Das, was Mufasa in diesem kleinen Dialog anspricht, ist, daß sich Materie in seiner Gestalt wandelt.

Wenn man so möchte ein natürlich ablaufender und mitunter auch alchemischer Prozeß.

 

Ein Teil unseres physischen Körpers war vorher also mal ein Apfel, davor wiederum Erde und davor vielleicht Teil eines anderen physischen Körpers, der noch nicht einmal der eines Menschen gewesen sein muß.

 

Jedes einzelne Atom könnte also diverse Geschichten von vielerlei Erfahrungen, Erkenntnissen und Transmutationen erzählen.

Ein Atom ist demnach über Milliarden von Jahren bespickt worden mit unzähligen Informationen, die wir in bzw. an uns tragen und auf welche wir vielleicht auch irgendwie Zugriff haben könnten.

Wir können – aus welchen Gründen auch immer – diese Erinnerungen allerdings nicht abrufen.

 

Daß es eine Beziehung zwischen solcherlei Informationen und Materie gibt, mag im ersten Moment dennoch recht abwegig erscheinen.

Wenn wir nun allerdings noch einen kleinen Abstecher in den Biologieunterricht machen, dann sind auch wir allein in unserer physischen Existenz mit einer ersten Information ausgestattet worden:

 

Die Erbinformationen der DNA, die mindestens den Bauplan für eben jene physische Existenz bereithält.

 

Ein Punkt, an welchem auch Rafiki anzuknüpfen wußte, um den ewigen Kreis zu schließen:

 

Denn Simba hatte nicht nur vergessen, wer er ist, sondern auch woher er kommt.

(Rafiki und Simba: Teil 1 & Teil 2)

 

Warum Du davon Abstand nehmen solltest die GEZ in bar bezahlen zu wollen

Irgendwie schon romantisch.

Denn damit könnte man 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen:

 

Wer Gegner vom Rundfunkbeitrag und der drohenden Bargeldabschaffung ist, könnte daran tatsächlich Gefallen finden die monatliche GEZ-Gebühr in bar zu bezahlen.

Es ist eine Art „Doppelprotestnote“.

 

Gut, es ist ein wenig aufwendiger.

Aber die Werte, für welche der Idealist steht, wiegen diesen monatlichen Mehraufwand mehr als auf.

 

 

Zumindest sofern das Vorhaben auch von Erfolg gekrönt ist und eine solche Handlung keinen Widerspruch in sich birgt…

Weiterlesen

Wenn der Mensch ausschließlich sein physischer Körper ist

 

Wenn wir uns mit der Rolle des Geldes in unserer Gesellschaft auseinandersetzen, dann haftet so manchem Verhalten ein gewisses Materialismusdenken an.

Doch bevor wir uns näher damit auseinandersetzen, wo ein solches Materialismusdenken herrührt, möchte ich eine Hypothese in den Raum stellen:

 

Der Mensch ist ausschließlich sein physischer Körper!

 

Erster Widerspruch

Diese Hypothese mag schon recht provokant klingen, weil in unserem Bewußtsein die Aspekte von Seele und Geist bereits eine Rolle spielen.

Aber es gibt auch Menschen, die mit der seelischen und geistigen Ebene nicht viel anzufangen wissen und daher alles auf die körperliche Ebene reduzieren.

Hinzu kommen noch jene Menschen, die neben dem fehlenden Bewußtsein für Seele und Geist auch ein fehlendes Bewußtsein für ihren Körper haben.

Daß in unserer Gesellschaft das Bewußtsein für den eigenen Körper oftmals fehlt, zeigt sich daran, daß viele Menschen ihren Körper verkommen lassen.

 

Wer seinen Körper jedoch nicht verkommen lassen möchte, der pflegt ihn sowohl innerlich als auch äußerlich:

– Welche Stoffe führe ich meinem Körper zu?

– Schaden diese Stoffe meinem Körper?

– Welche Qualität haben diese Stoffe?

– Wie, mit welchen Stoffen und mit welchem Bewußtsein wasche ich meinen Körper?

– Wie kann ich meinen physischen Körper durch gewisse Tätigkeiten weiterentwickeln?

 

Und selbst wenn wir uns mit solcherlei Bewußtseinsfragen zu unserem physischen Körper auseinandersetzen, folgen daraufhin noch weitere Fragen, wie zum Beispiel:

– Tun gewisse Stoffe meinem Körper gut, weil es mir andere Menschen sagen?

– Tun mir gewisse Stoffe gut, weil ich glaube, daß sie mir guttun? Und wenn ja, woher kommt dieser Glaube?

– Tun mir gewisse Stoffe gut, weil sie mir aus meiner Wahrnehmung und Erkenntnis heraus guttun? Welche Qualität haben meine Wahrnehmung und meine Erkenntnisse?

Fragen über Fragen.

 

Doch wenn Du bis hierhin gelesen hast, dann hast Du mit mir schon in der Praxis gerade bewiesen, daß meine obige Hypothese Löcher hat.

Vielleicht hast Du es nicht wahrgenommen.

Aber wer hat für Dich bis hierhin gelesen?

Wer oder was hat für Dich gedacht und woher kommen diese Gedanken?

War es bis hierhin tatsächlich Dein physischer Körper?

 

Denn schließlich ist es ausschließlich Dein physischer Körper, der Dich als menschliches Wesen ausmacht, oder?!

 

Zweiter Widerspruch

Wenn wir uns als Mensch ausschließlich über unseren physischen Körper definieren, dann könnte man daraus die Schlußfolgerung ziehen, daß unsere Wertigkeit als Mensch sowohl von der Qualität unseres Körpers als auch der Vollständigkeit unseres Körpers – also dem quantitativen Aspekt – abhängig ist.

In Bezug auf den qualitativen Aspekt hatte ich gerade schon ein paar Gedanken geäußert.

 

Doch was wäre, wenn mir zum Beispiel ein Körperteil fehlt?

Was wäre, wenn ich mir meinen kleinen Finger mit der Schere abschneiden würde?

Bin ich als Mensch dann noch genauso viel wert wie vorher?

Schließlich fehlt ein Teil von mir.

 

Ganz gleich, ob Ja oder Nein: Wer legt die Definition für einen Wert überhaupt fest?

Ist es eine objektive Übereinkunft oder eher ein subjektives Empfinden?

Und wenn es ein subjektives Empfinden ist, dann müßte eine solche Bewertung für Dich und mich unterschiedlich sein, oder?!

Denn schließlich schreibe ich mit Zehn Fingern diesen Artikel, während Du genauso gut auch etwas anderes lesen oder unternehmen könntest.

 

Wenn also ein solches Empfinden über einen Wert bei Dir und mir unterschiedlich ist, dann glaube ich kaum, daß wir diesen Unterschied in Worte oder Zahlen wirklich ausdrücken können.

Es sind eher Gefühle und Emotionen, die hier eine Rolle spielen.

Also gewisse Zustände, die sich um- und beschreiben ließen.

Aber auch Zustände, die nicht exakt und allgemeingültig definiert werden können.

 

Zurück zur Schere und meinem kleinen Finger:

Ich drücke die Schere zusammen, während mein Finger dazwischen ist…

 

Woher kommt dieses Gefühl von Schmerz?

Ich bin doch nur mein physischer Körper!

 

Wie kann es sein, daß ich darüber hinaus auch Gefühle habe?

Woher kommt dann also solch ein Gefühl?

Ein Gefühl, welches ich subjektiv für mich wahrnehme und welches Du nur ansatzweise nachempfinden kannst.

 

Der physische Körper erblickt das Licht der Welt

Kannst Du Dich daran erinnern wie Du zur Welt gekommen bist?

Vielleicht geht es Dir bei Deiner Geburt aber auch genauso wie mir und Du müßtest Zeitzeugen wie Deine Mutter dazu befragen.

Was glaubst Du, warum Du Dich an Deine Geburt womöglich nicht erinnern kannst?

Hältst Du die Erinnerungs-Blackbox über die ersten Jahren unseres Lebens für allgemein natürlich und gültig?

Warum sollte der Zustand, daß wir unsere ersten Erinnerungen erst ab einem Alter von 3 oder 4 Jahren abrufen können, natürlich sein?

 

Dazu meine These:

Wir können uns deshalb nicht an die ersten Momente unseres derzeitigen Erdenlebens erinnern, weil wir unbewußt so handeln als sei der Mensch ausschließlich ein physischer Körper.

 

Ok, dieser physische Körper zeigt hin und wieder auch Gefühle und Emotionen.

Aber nach der Logik unseres Handelns verschwinden diese auch immer wieder, weil sie eben nicht zu unserem physischen Körper gehören.

Und genau deshalb spielen sie für unser unbewußtes Handeln ebenso eine nur untergeordnete Rolle.

Einfach, weil „alle Menschen“ so handeln, erscheint uns ein solches Handeln sowie deren Folgen als vollkommen natürlich.

 

Es kann also durchaus in Betracht gezogen werden, daß das, was wir als natürlich annehmen, gar nicht natürlich ist sondern daß es lediglich ein regelmäßig wiederkehrendes Symptom einer unbewußten Handlung ist.

Eine Handlung, die unbewußt den Menschen ausschließlich auf seinen physischen Körper reduziert.

 

Wie war es für Dich als Baby als Du das Licht der Welt erblickt hattest und sogleich die Dir natürlich gegebene Schmiere von Deinem Körper gewischt wurde?

Alles, weil an dem Ort Deiner Geburt auf gewisse Hygienestandards gesetzt wird und man dem, was uns das natürliche Leben mitgibt, nicht trauen sollte…

Du wolltest eigentlich zu Deiner Mutter in den Arm und Dich auf ihre Brust legen aber stattdessen begrabbeln Dich irgendwelche Hände, die Dir vollkommen fremd waren.

 

Schon gleich bei Deiner Geburt hast Du erfahren, daß Du Dein erstes Bedürfnis nicht gestillt bekommst.

Du hast geschrien.

Und als wäre dem nicht genug wird Dir zwar nicht Dein kleiner Finger ab- sondern Deine Nabelschnur durchgeschnitten…

 

Haben die Ärzte und Hebammen im Krankenhaus das Gleiche gefühlt wie Du?

Welch bittere Gefühlserfahrungen für Dich, für mich und viele andere Menschen in den ersten Minuten unseres Erdenlebens in dieser „zivilisierten Welt“.

 

Denn angenommen Du hättest all dies bei Deiner Geburt erlebt:

Wäre es dann nicht allzu verständlich, wenn auf Grund dieser gemachten Erfahrungen in Dir ein Programm ablauft, daß Dir ständig sagt „Ich will mich nicht erinnern“?

Du legst Dir also einen emotionalen Panzer zu, der auch Trauma genannt wird.

Ein emotionaler Panzer, der Dich von Deinen tieferen Gefühlen fernhält und Dich als Mensch vollständiger machen könnte.

 

Um solcherlei Widerstände in sich selbst zu überwinden, bedarf es schon einer gewissen Muße.

Doch das ist anstrengend.

Und deshalb greifen wir als heranwachsender Erdenbewohner auf altbewährte Verhaltensmuster aus unserem gesellschaftlichen Umfeld zurück:

Wir reduzieren uns auf unseren physischen Körper.

 

Herzlich Willkommen in der materiellen Welt!

 

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