Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland – Welche kollektive spirituelle Aufgabe das deutsche Volk zu lösen hat

 

„Wenn Du ein Problem mit Geld hast, dann hast Du ein falsches Mindset!“

Ein Satz, der mir bei vielen Onlinemarketern, Verkäufern oder „spirituellen Coaches“ auffällt und den ich in Bezug auf seelische Qualitäten mehr als unstimmig empfinde.

 

Jedem spirituell interessierten Menschen wird wohl kaum entgangen sein, daß ein riesiger Bewußtseinswandel im Anmarsch ist.

Materielle Dinge werden unwichtiger.

Geistige Aspekte nehmen mehr und mehr Raum ein.

Wie nachhaltig und zeitgemäß ist dann die obige Aussage?

 

Nun mag manch einer glauben, daß gerade in Deutschland ein bedingungsloses Grundeinkommen dabei helfen würde, daß wir unserer Spiritualität näher kämen.

Das BGE ist ein Geldthema, ok.

Und beim Geld sind wir auch schnell wieder bei Materialismus und Ego angelangt.

(Vgl. Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland – Warum sich das deutsche Volk im BGE verirrt)

Das führt unter anderem auch dazu, daß einige Menschen glauben man sollte einfach alles Geld abschaffen und alle Probleme des Planeten wären aus der Welt und wir könnten als Menschheit geistig aufsteigen.

 

Daß eine solche Loslösung vom Geld und dem materialistischen Bewußtsein nicht mit einem Fingerschnipsen getan ist, sondern daß es vielmehr ein Prozeß ist, dürfte einleuchten.

Doch es braucht eine Art Übergangsmodell für eine neue und „bessere“ Gesellschaft.

 

Ist es deshalb das bedingungslose Grundeinkommen?

Daß ein bedingungsloses Grundeinkommen Deutschland und dem Rest der Welt bei dem geistigen Aufstieg wirklich dienlich ist, das wage ich zu bezweifeln.

Denn während ich mich in dieser Artikelserie mit der Grundeinkommensidee nochmals und immer intensiver auseinandergesetzt habe, ist mir mehr und mehr klar geworden, daß uns das bedingungslose Grundeinkommen von unserer spirituellen Aufgabe als Volk ablenkt bzw. ablenken soll.

(Vgl. Warum das bedingungslose Grundeinkommen ein Trojanisches Pferd ist)

 

Das spirituelle „Bewußtseinslimit“ in Bezug auf die Verwendung von Geld

Wenn man überhaupt davon ausgehen kann, daß Bewußtsein ein wirkliches Limit hat, dann wäre es in Bezug auf Geld und Gesellschaft doch tatsächlich eine Welt, in welcher gar kein Geld mehr verwendet wird.

 

Manch Leser mag sich nun vorstellen, daß Waren und Dienstleistungen direkt gegeneinander getauscht werden würden.

Doch dahinter steckt noch immer ein gewisser „Mangelgedanke“, daß ich doch für das, was ich gegeben habe, von demjenigen, dem ich etwas gegeben habe, etwas zurückzubekommen hätte.

 

Es könnte daher eher etwas sein wie Schenkökonomie sein, wo bedingungslos und gerne gegeben wird.

Kein Mensch hätte noch irgendwelche Mangelgedanken bzw. „Probleme mit seinem Mindset“!

(Anmerkung: Auch die Schenkökonomie kann nicht das „Limit“ sein. Ich möchte an dieser Stelle allerdings nicht zu viel Verwirrung stiften und bleibe bei dem Bild der Schenkökonomie.)

 

Wir befinden uns in ferner Zukunft also in einer Gesellschaft ohne Geld.

Daß eine solche Gesellschaft jedoch funktioniert, setzt voraus, daß sich das Bewußtsein innerhalb einer Gesellschaft soweit entwickelt hat, daß bei den einzelnen Menschen das Ego immer weiter in den Hintergrund rückt.

Die Seele regiert stattdessen und Dinge wie Neid oder Habgier wären (nahezu) ausgerottet.

Das Verantwortungsbewußtsein ist so groß, so daß die Menschheit immer weniger Regeln wie Gesetze für ein friedvolles Miteinander benötigt.

Staatsstrukturen wären demzufolge vollkommen unnötig und nur Ballast.

 

Doch um nun die Brücke von der Gegenwart zur Zukunft zu schlagen, gilt parallel zum Geld, daß auch Gesetze und der staatliche Rahmen nicht mit einem Fingerschnipsen abgeschafft werden kann.

 

Von starren Staatsstrukturen zur Anarchie?

Gerade bei ökonomisch libertär denkenden und in Schulfragen zum Freilernen tendierenden Menschen kann ich beobachten, daß man sich oftmals eine Art Anarchie wünscht.

Die dogmatischen Strukturen des Staates werden mehr und mehr erkannt und der Staat selbst kann innerhalb seiner starren Strukturen diese Staats- und Systemkritiker nicht mehr zurückgewinnen.

(Hier zeigt sich ein Verlangen danach das eigene Denken von den „Gedanken der Staatsführung“ unabhängig zu machen – Stichwort: Freiheit)

 

Der Staat ist einem Selbsterhaltungstrieb ausgesetzt – was nachvollziehbar ist.

Sollte sich ein solcher Staatsapparat mit seinem Ego identifizieren, muß das Ego dieses Staatsapparates versuchen das eigene Weltbild – und damit auch jenes der unbewußten Bürger, die nicht von den Staats- und Systemkritikern „verführt“ werden sollen – zu erhalten.

Er rechtfertigt sich und fertigt sich damit sein Recht.

Und dieser aus dem Ego resultierende Selbsterhaltungstrieb offenbart immer größere Widersprüche und zeigt eine zunehmend nicht vorhandene Flexibilität um mit den im Staatsinneren aufkommenden Fragen der Menschen umgehen zu können.

 

Der unbewußte Ego-Staat „muß“ deshalb zu seinem Selbstschutz um sich schlagen und totalitär werden, in der Hoffnung, daß die Staats- und Systemkritiker ihren Mut verlieren bzw. weniger werden.

Ein solches Handeln offenbart die gelebten Widersprüche des Ego-Staates jedoch abermals.

 

Zurück zu den Staats- und Systemkritikern.

Der Wunsch nach einer Welt ohne gesetzliche Regelungen oder Staaten (-> z.B. Anarchie) ist im ersten Moment verständlich.

Ob er der Weisheit letzter Schluß ist, ist eine andere Frage.

 

Denn wenn wir für uns selbst erkannt haben, daß ein bestimmtes (staatliches) Dogma für uns nicht stimmig ist, reagieren wir auf diese Ent-Täuschung oftmals sehr extrem.

Wir lehnen infolgedessen beispielsweise jede Art von Dogma ab.

Wir sehen jedoch nicht, daß diese dogmatische Ablehnung ebenfalls ein Dogma ist.

 

Deshalb ist es naheliegend, daß es gegenwärtig etwas braucht, was zwischen diesen beiden Extremen von Staatsstrukturen liegt.

Daß dieser Gedanke durchaus Sinn machen könnte, erkennen wir am Wasser:

 

Wasser hat wie jedes Element drei Aggregatzustände.

Fest (kalt, sichtbar, starr und durchaus zerbrechlich), flüssig (kalt und warm, sichtbar, flexibel) und gasförmig (heiß, „unsichtbar“ und deshalb für unser Auge „nicht existierend“)

Bevor wir einen „FESTgefahrenen“ in einen „nicht existierenden“ Staatsapparat überführen, muß die Staatsstruktur den flüssigen Aggregatzustand durchlaufen.

Die gegenwärtig notwendige Staatsstruktur muß also flexibler werden und eine gewisse Dynamik aushalten oder gar selbst entfalten können ohne daß diese Staatsstruktur zerbricht.

 

Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland = flexiblere Staatsstruktur = mehr Spiritualität?

Der spirituelle Hunger wird in Deutschland zunehmend größer und so mancher Grundeinkommensbefürworter mag behaupten, daß ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland dafür sorgen könnte, daß sich die Menschen dadurch spirituell auch weiterentwickeln würden.

Sofern wir in Betracht ziehen, daß jeder Mensch an einem Irrtum persönlich wachsen kann, trifft diese Behauptung jederzeit zu.

 

„Wenn ein ehrlicher Mensch erkennt, daß er irrt, dann wird er sich entweder seines Irrtums oder seiner Ehrlichkeit entledigen.“

Unbekannt

 

Doch wenn wir uns vergegenwärtigen, daß durch das korrupte Zusammenwirken von Staat und Wirtschaft die Freiheit im Denken auf mehreren Ebenen und damit auch eine nachhaltig gedeihende Spiritualität unterbunden wird, dann greift die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens zu kurz.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde in Deutschland beispielsweise nämlich nicht dafür sorgen, daß es Patente auf geistiges Eigentum fortan nicht mehr gibt.

(Vgl. Was ist Eigentum?)

 

Denn durch gesetzliche Regelungen wie Patente oder Lizenzen werden Monopole doch erst geschaffen und zementiert, so daß „paradoxerweise“ die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird…

Sofern ein bedingungsloses Grundeinkommen die geistig-spirituelle Bewegung tatsächlich fördert ohne parallel die staatlichen Einmischungen in die Wirtschaft zu unterbinden, würde dadurch weiterer Streit um geistiges Eigentum geschaffen werden.

Ist ein Streit um geistiges Eigentum etwa spirituell?

 

Wie schon mehrfach in dieser Artikelserie zum bedingungslosen Grundeinkommen und insbesondere in 4 tiefergehende Argumente gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen schon angedeutet, legitimieren 98 Prozent der Grundeinkommensbefürworter, daß der Staat weiterhin seine Finger in der Wirtschaft und damit auch in unserer spirituellen Entwicklung behält.

Nur der Zyniker kann an dieser Stelle behaupten, daß die Staatsstruktur durch ein BGE flexibler würde.

Denn man müßte lernen mit Korruption „flexibler“ umzugehen.

 

Doch haben wir diese staatlich-wirtschaftliche Flexibilität bezüglich der Korruption schon heute, so daß sich ein bedingungsloses Grundeinkommen die „Flexibilität“ bei der Korruptionsauslegung nicht mehr auf die Fahnen schreiben kann…

 

Das bedingungslose Grundeinkommen mag in Deutschland dafür sorgen, daß die gegenwärtige Staatsstruktur eine flachere Hierarchie bekommt.

(Vgl. Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland – Warum sich das deutsche Volk im BGE verirrt)

Aber das bedingungslose Grundeinkommen macht die Staatsstruktur nicht flexibler.

 

Rudolf Steiners Vorschlag zur sozialen Dreigliederung geht da schon um einiges weiter.

Nicht nur, daß die soziale Dreigliederung ein Vorschlag ist Staat und Gesellschaft als einen sozialen Organismus zu betrachten und die Staatsstruktur entsprechend eines Organismus aufzubauen.

Sondern die soziale Dreigliederung ist dem bedingungslosen Grundeinkommen auch deshalb voraus, weil es jeden Sozialromantiker dazu auffordert tiefgründiger über Spiritualität nachzudenken.

Denn dabei wird nicht nur die spirituelle Entwicklung des menschlichen Individuums sondern auch die kollektive spirituelle Entwicklung und Aufgabe des deutschen Volks berücksichtigt.

 

 

Weitere Artikel und Gedanken rund um das bedingungslose Grundeinkommen findest Du hier.

 

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Martin Matzat

Ich zeige über verschiedenste Geldaspekte die Mißstände in unserer Außenwelt auf, um im Anschluß den Irrtum an und in uns selbst sichtbarer zu machen.

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