Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland – Warum sich das deutsche Volk im BGE verirrt

 

Trauma.

Das deutsche Volk ist stark traumatisiert.

 

Das liegt zum einen an den vergangenen beiden Weltkriegen, wodurch über die zum Großteil schon verstorbene Generation ein kollektives Trauma in unsere gegenwärtige Generation getragen wurde.

Das liegt allerdings auch an der Gegenwart, in welcher sich der deutsche traumatisierte soziale Organismus nicht wirklich an sein Trauma heranwagt, weil er diesen Schmerz, der sein wahres Potential deckelt, unbedingt vermeiden will.

Und damit wir uns mit der Ursache unserer Traumata nicht beschäftigen müssen, versuchen wir die durch unser Trauma geschaffene Realität aufrechtzuerhalten.

 

Wir passen uns an.

Wir passen uns an, an das, was die großen Medien und eine bestimmte Form der Geschichtserzählung glauben lassen wollen.

Wir passen uns an, an das, was die angebliche Mehrheit denkt.

Wir passen uns an, weil wir gemocht werden wollen – wir waren in der Vergangenheit schließlich sooooo böse und mit unserem Ego streben wir nach Wiedergutmachung.

 

Aber der Ursache und dem inneren Konflikt gehen wir aus dem Weg.

Dadurch bestätigen wir in gewisser Weise immer wieder aufs Neue unser Trauma.

Wir retraumatisieren uns und werden im Traumatisierungshamsterrad nie aufhören zu träumen.

Wir verfestigen unser Trauma.

 

Würde uns nun ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland bei unserer kollektiven Traumatherapie unterstützen oder ist das BGE in seiner Idee eher vergleichbar mit dem Stockholm-Syndrom?

 

Was ist das Stockholm-Syndrom und wie drückt es sich aus?

Als Stockholm-Syndrom wird ein psychologisches Phänomen bezeichnet, bei welchem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen.

Dies wiederum kann dann dazu führen, daß das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert.

 

Ohne an dieser Stelle nun näher darauf eingehen zu wollen wer wirklich Schuld an den beiden Weltkriegen war, reicht es zunächst einmal aus zu gucken, was unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg geschehen ist:

Das damalige deutsche Reich wurde von den Siegermächten besetzt, so daß im übertragenen Sinne das deutsche Volk in der Folge permanent das zu tun und zu lassen hatte, was die Besatzer für richtig hielten.

Ob das deutsche Volk diesen Umstand nun gut fand oder nicht sei mal dahingestellt.

Denn es spielt im ersten Moment eine eher untergeordnete Rolle, ob die Besatzung gerechtfertigt war (und immer noch ist).

 

Nun aber mal rein hypothetisch:

Welche Möglichkeiten hätte das deutsche Volk gehabt gegenüber den Besatzermächten ihr „eigenes Ding“ zu machen?

Mit welchen Konsequenzen hätte das deutsche Volk oder auch der einzelne Deutsche rechnen müssen?

Und falls die Konsequenzen zu groß gewesen wären (bzw. immer noch sind), wäre es dann nicht logisch, daß man sich der „Bequemlichkeit“ wegen darum bemüht mit dem „Geiselnehmer“ zu kooperieren?

 

Deshalb nun:

Wie sehr „lieben“ wir die BRD-Staatsstrukturen, die uns die westlichen Besatzermächte gegeben haben?

Trotz der Konflikte mit allem, was zu den BRD-Staatsstrukturen gezählt werden kann, stellt sich außerdem die Frage, ob wir es uns auf Grund unserer Traumatisierung überhaupt erlauben können „unsere Liebe“ zu den BRD-Staatsstrukturen anzuzweifeln.

Denn wenn wir das täten, laufen wir schließlich Gefahr von unseren (Ent-/Ver-)Führern nicht mehr gemocht zu werden…

 

Sind wir bereit von „unserer Liebe“ loszulassen und uns zumindest vorzustellen, daß Staatsstrukturen auch ganz anders aussehen könnten?

Gibt es womöglich sogar eine Staatsstruktur, die der deutschen Seele vielmehr entspricht als die jetzige?

 

Wie wahrhaftig ist eine Liebe, die aus nötigenden Umständen entsteht?

Wie groß ist die Liebe zu sich selbst, wenn sich ein Mensch oder ein Volk dieser Frage verweigert?

Wie nahe ist der Mensch seiner seelischen Qualitäten, wenn er sich selbst nicht liebt?

Wie stark ist das deutsche Volk mit der eigenen Volksseele verbunden?

 

Verändert ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland die Staatsstrukturen?

Sofern wir in Deutschland ein bedingungsloses Grundeinkommen bekämen, glauben viele Grundeinkommensbefürworter daran, daß es zu einem großen Bürokratieabbau käme.

Aber ginge dieser sich in der Vorstellung befindliche Bürokratieabbau weit genug, so daß wir von einer Veränderung der Staatsstrukturen sprechen können?

(Anmerkung: Schon jetzt kann an dem „Krieg gegen den Terror“ ein gegenläufiger Trend erkannt werden, der belegt, daß der staatliche Kontrollwahn immer größer wird, so daß sich zum Teil sogar schon totalitäre Staatsstrukturen zeigen – und seien sie auch „nur“ auf der politischen Ebene der EU.

Wie ließen sich diese beiden konträren Tendenzen miteinander vereinbaren?

Vielleicht mag es mit einem bedingungslosen Grundeinkommen irgendwann tatsächlich einmal weniger Bürokratie geben, aber des Terrors wegen mit Sicherheit eine strengere, so daß an dieser Stelle die „Bedingungslosigkeit“ eines BGEs erneut in Frage gestellt werden kann.

Vgl. Was bedeutet bedingungslos?)

 

 

Sofern das bedingungslose Grundeinkommen in Deutschland tatsächlich eingeführt wird und dies zu einem Bürokratieabbau führen würde, wird der staatliche Verwaltungsaufbau lediglich in seiner hierarchischen Struktur geändert.

Aus einer tieferen Hierarchie wird also eine flachere Hierarchie.

Einige (kleinere) Beamte und Verwaltungsfachangestellte würden aus ihrem Dienst ausscheiden, aber das ändert nichts daran, daß der Fisch immer vom Kopfe her stinkt.

Wäre das also eine wirklich nachhaltige Veränderung der Staatsstruktur?

 

Vergangenheit und Gegenwart zeigen doch, daß eine korrupte Staatsstruktur wie die unsere nicht dadurch aufgebrochen werden kann, weil es in Deutschland neben der Remonstrationspflicht alsbald womöglich auch ein Grundeinkommen gibt.

Denn wenn sich der kleine Beamte daraufhin mit einer zum Gehalt verhältnismäßig spärlichen Abfindung – dem bedingungslosen Grundeinkommen – begnügen muß, weil dem Vorgesetzten das Gewissen des kleinen Beamten nicht paßt, was haben wir dann wirklich verändert?

Würden wir der innerstaatlichen Korruptionstendenzen als Teil des immerzu kritisierten Kapitalismus mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wirklich beigekommen?

 

Korrupte innerstaatliche Strukturen = ein sich selbst korrumpierendes Ego?

Etwas, was ich bei meiner Kritik an Geldsystem, Medien, Politik & Co nach und nach habe lernen dürfen, ist die Tatsache, daß eine „ganzheitlichere“ Betrachtung unserer sozialen Probleme nicht ohne eine „spirituelle Perspektive“ auskommt.

 

Bin ich tatsächlich in einer Position etwas fordern oder kritisieren zu dürfen?

Bin ich „auf allen Ebenen besser“ als diejenigen, die ich kritisiere?

Kann es sein, daß ich durch mein Denken und Handeln sogar dazu beitrage, daß das, was ich kritisiere, so ist, wie es ist?

 

Wenn ich mit dem Finger auf andere zeige, dann gibt es stets 3 Finger, die auf mich selber zeigen.

Das könnte ein Hinweis sein.

 

„Wenn ein ehrlicher Mensch erkennt, daß er irrt, dann wird er sich entweder seines Irrtums oder seiner Ehrlichkeit entledigen.“

Unbekannt

 

Nun mag nicht jeder Mensch mit einer spirituell-esoterischen Sichtweise oder auch dem Gesetz der Resonanz etwas anfangen können.

Dieses Weltbild ist sozusagen eine „Verschwörungstherorie“ auf einer anderen Ebene.

Doch wer sich bis hierhin immer darüber aufgeregt hat, daß noch so wahnsinnig viele Menschen beispielsweise 9/11 als „Verschwörungstheorie“ abtun, der mag sich nun ebenfalls die Frage stellen über welche Ignoranz er sich da wirklich aufregt?!?

 

Ein esoterisches Weltbild und das Resonanzgesetz mögen tatsächlich der größte Humbug seit Menschengedenken sein.

Doch hat es nicht etwas tugendhaftes, wenn ich mir stets die Frage stelle, was ich mit dem, was ich da kritisiere zu tun habe bzw. wie ich womöglich selbst dazu beigetragen habe, daß die Dinge so sind, wie sie eben sind?

 

Ich muß daran nicht glauben.

Aber wenn ich ein tugendhafter Mensch und eine Art Vorbild sein möchte, dann habe ich die Möglichkeit mich an dem, was mir im Außen nicht zusagt, selbst zu reflektieren!

 

Auch wenn sich die Zeiten gerade beginnen zu ändern, leben wir noch immer im Zeitalter des Materialismus.

Wir lassen uns selbst nicht von unserer Seele sondern von unserem materialistischen Ego regieren.

 

Ich behaupte, daß die gegenwärtigen Staatsstrukturen allesamt und ausnahmslos aus einer Denke des Egos heraus entstanden sind.

Weitergedacht heißt das, daß die Prinzipien des Egos in jeder Staatsstruktur wiederzufinden sein müssen, weil der erschaffenen Staatsstruktur keine seelischen Qualitäten zu Grunde liegen.

 

Machen wir uns nichts vor.

Hinter Korruption und Machterhalt steckt stets das Ego der Machthaber.

(„Ich bin, was ich besitze! Ich bin, was andere von mir denken! Ich bin mein guter Ruf!“)

 

Doch wie sehr können wir nun wirklich daran glauben, daß ein bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland aus Ego-Staatsstrukturen eine staatliche Gesellschaftsform erwachsen läßt nach welcher unsere Volksseele verlangt?

Denn allein der Wunsch nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist schon ein erster materialistischer Gedanke.

 

Und dieser Gedanke kommt woher?

Aus dem Ego…

 

 

Weitere Artikel und Gedanken rund um das bedingungslose Grundeinkommen findest Du hier.

 

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Martin Matzat

Ich zeige über verschiedenste Geldaspekte die Mißstände in unserer Außenwelt auf, um im Anschluß den Irrtum an und in uns selbst sichtbarer zu machen.

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2 Kommentare auf "Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland – Warum sich das deutsche Volk im BGE verirrt"

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Kurt Ostwald
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Hallo Martin,

du philosophierst immer gegen das BGE. Was ist denn deine Lösung für die gegenwärtigen Probleme?

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